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Der Page des Kaisers : Ein Gedicht von der Treue
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Zwei Lieder.

»H/rspäht ist eine schwache StelleDes festen Schlosses Kervegan;Leicht schaukelt eine sanfte WelleHinüber den bemannten Kahn.Das wurde listig alisgesonnen.Nur rasch an's Werk, ist halb gewonnen.Zwei Nachen werden ausgerüstet,Und sie besteigt, wen es gelüstet.Der Mond von Wolken rings bedeckt,Als ob durch's Weltgewirr erschreckt,Er dieses Weh nicht wollte schauen,Begünstigt das gewagte Treiben;Dass angehört die Ruder bleibenErhebt sich ein Lärmen voller GrauenIm Lager, als waren entfesselt die GeisterDer Hölle, dieser Erde Meister.

So unvernommen, ungesehn

Schwankt Nachts dahin das Nachenpaar;

Die Wachen, die am Walle stehn,

Sie ahnen nimmer die Gefahr;

Im Dunkel der Nacht erscheinen die Kähne

Harmlos gaukelnde, stille Schwane.

Auch rudern die Schiffe in einem Bogen,Der sie dem schärfsten Aug' entrückt.So ist die Ueberfahrt geglückt.Ein Schifflein birgt sich in der Bucht,Das andre ist an den Strand geschwommen.Das seichte Ufer ist bald erklommen,Verlockend süss winkt nah die Frucht.Kaum manneshoch erhebt sich der Wall;Doch an der banmbed eckten Stelle,Bespület von des Teiches Welle,Ahnt Niemand einen Ueberfall.Der Führer Carnac und seine Genossen,Furchtlos gleich ihm und kampfentschlossen,Erklimmen die Brüstung; imLager das Treiben,Das Schiessen in die schwarze Nacht,Lässt unentdeckt die Verwegnen bleiben,Wenn alles im Schloss auch ängstlich wacht.Des steinernen Walles bemooste KroneIst schon erstiegen, sie rasten da diingtDas Wehelied, das ihr Haufe singt,Herüber zu ihnen in dumpfem Tone,Gebrochen von des Teiches Wellen,Die zitternd vor des Liedes SchreckenSieh in der Tiefe fast verstecken,