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Der Ueberfall.
„It/s sizt im altertümlichen Saale
Beim reich bestellten Abendmale
Graf Korvegan mit seinen Mannen;
Die vollen Sorgenbrecher bannen
Auf Augenblicke alles Web
Der grauenhaften Gegenwart;
Die Lust, die ewig heitre Fee,
Aus Grüften und aus Särgen scharrt
Empor sie der Hoffnung Immergrün
Und lässt es in den Herzen blühn.
Ihr blutigrothes Licht entsenden
Zwei Fackeln an des Saales Enden
Auf diese Gruppen mannigfalt;
In Tracht verschieden, lütter und Hauer,
Doch Eins im Sinn und Eins in Trauer,
Die ihre verbrannten Mienen malt.
Des Keulers Hauer, des Hirsches Geweihe
Und altertümliches Jagdgeräth,
Womit die getäfelte Wand besät,
Schmückt stolz das heilige Banner der Treue,
Mit der silbernen Lilie des Königthums,
Den Blüthen unverwelktcn Kuhms.
Unheimlich bricht sich der Fackeln Brand
An rostigen Panzern und alten Schildern;
Die Schatten an der dunklen Wand
Durchkreuzen sich in düstren Bildern.
Das Leben einer alten Zeit,
Das längst in Mausoleen modert,
Vom Weh der Gegenwart gefeit,
Vom Stral der Begeisterung durchlodert,
Herrscht in der Halle, bang geschäftig
Und regt und rührt sich thatenkräftig.
Das ist ein Drängen; es quillt durch die Adern
Zugleich mit dem Blute nur Ein Gedanke;
Den Herrn und Knecht trennt keine Sehranke,
Sie haben eingestellt das Hadern;
Der Bitter opfert am Altar
Des Vaterlandes sein freies Leben,
Der Bauer bringt seine Knechtschaft dar,
Und Schwert und Sense zugleich sich erheben;
Schwer ist das Künigthum bedroht,
In solchem Jammer tlmt Eintracht noth;
Und wacker halten sie hier zusammen,
Indem sie durch Lieder sich entflammen
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