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Der Page des Kaisers : Ein Gedicht von der Treue
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Die goldnen Aare meiner Standarten,Die Hessen keinen, der ein Held,Lang' auf den Kranz der Lorbeern warten,Sie suchen ihn auf in aller "Welt.""

Sire, mein und auch der Meinen Leben"War, ist und bleibt dem König ergeben."

Nun auf des Kaisers Angesicht

Mischt Unmuth sich mit ernstem Staunen,

Fast zürnet er des Knaben Launen,

Der seiner Gnade widerspricht;

Doch Er, der selbst nur Grosses gesonnen,

Ist bald durch des Jünglings Stolz gewonnen.

Wer kann die Unthat je ermessen,Das einzige Vaterland zu -vergessen?""

Mein Vaterland vergass ich nicht,Ich halte nur meine Pflicht."

Nicht an den wechselnden Gewalten,Am Vaterlande muss der Mann,

Der seine Waffe führen kann,

Es zu beschützen, treulich halten;

Nur ihm gehört des Mannes Muth,

Im Kopfe jeglicher Gedanke,

Im Leibe jeder Tropfen Blut.

Noch über'm Kaiser und König steht

Des Vaterlandes Majestät,

Ihr weiht der Mann des Herzens Muth,

Im Leibe jeden Tropfen Blut,

Und sendet Thaten und Gedanken

Kampflustig für sie in die Schranken.""

Der Jüngling schwankt, als solches "WortEr aus des Kaisers Mund vernommen,Vor Freude war sein Blick erglommen,Da sich ihm aufschloss solcher Hort.

Empor hebt er sich auf dem Lager,Aufflammt sein Antlitz blass und hager,Und mit begeistert hellen MienenSieht dankend er den Kaiser an,Und ruft mit leiser Stimme dann:Dem Vaterlande will ich dienen."

Und wenn sich der Geschicke "Wage

An einem dunklen Lebenstage

Entgegen meinen Planen wendet,

Und ward', zu fest'gen der Dinge Stand,

Ohnmächtig die einst so starke Hand,

Und end' ich, eh' ich noch vollendet,

0, sorgt Euch nimmer, junger Mann,

Fehllos soll Eure Treue bleiben,

Wenn eines Kaisers eignes Schreiben

Für Treu' und Tugend einsteh'n kann."" -

Und es verliess der KaiscrheldMit solchem "Wort des Jünglings Zelt;Als Page ist Graf KerveganIn's Heer des Kaisers eingetreten,Und zog, ein Held, die StrahlenbahnDes welterschütteraden Kometen.Bewältigt von des Kaisers Thaten,War nun des Helden Weg sein Ziel,Und als die Freunde ihn verrathen,Folgt' er ihm treu selbst in's Exil.

Und Carnac schweigt, der AusrufLand"Klingt durch das Schiff; aus Flutheii hebetEs fern sich wie ein Silberband,Das über grünen "Wassern schwebet.Die Pfeife gellt und in SekundenIst aller Hörer Schwärm verschwunden;Eh' noch der "Wind den Ton verweht,Schon jeder an seinem Posten steht.

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