Der Kaiser, sinnend und sorgenschwer,
Blickt unverwandt in's endlose Meer;
Den edlen Pagen Kervegan
Weht sanft es aus den Lüften an.
Indess es immer näher dringt,
Es ihm an's Ohr vernehmlich klingt:
•„Vorüber rasch und unverweilt
Zugleich mit den Winden die Stunde eilt."
„Sie nimmt den Jammer, die Freude, das
GlückFort mit sich und bringt es nicht wieder
zurück."
„Sie höhnt des Menschen stolzen SinnUnd wallt über Alles vernichtend dahin."
„Sie lüsst der Liebe von Rosen den DornUnd nimmt der Aehre das nährende Korn."
„Dem Baume entführt sie das Blatt in die
Luft,Uud raubt der Rose den himmlischen Duft."
„Doch wallt sie eine Stätte vorbei,An der verkümmernd harrt die Treu'."
„Da hält sie auf ihrer ewigen BahnDie müde gewordenen Schwingen an."
„Denn um auf Erden die Treue zu seh'n,Bleibt selbst die Zeit, die flüchtige, steh'n."
„0, sei gegrüsst, du Jüngling mein,Dich möge der Himmel gebenedei'n!"
Und wie sie im Fluge die Lande durchzieht,Singt sie von dem „Pagen des Kaisers"ihr Lied.
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