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Der Page des Kaisers : Ein Gedicht von der Treue
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Doch steht ein Bollwerk dem Konigthn.ii),

Der Treue gefeites Heiligthum;

Drin horstet ein Aar, der, bedroht im Nest,

Die Königslilien in Klauen hält fest,

Sie eher mit seinem Blut lässt färben,

Als mit des Verrathes Makel kerben:

Es ist das starke Kervegan,

Das Marceau noch immer nicht zwingen kann,

Das auf die Fragen aus ehrnem Stück,

Aus Flintenläufen gibt Antwort zurück;

Die Kugel, die vom Gemäuer prallt,

Mit einem getroffenen Herzen bezahlt.

Es ist der edle Graf Kervegan,

Ein treuer Vasall, ein ganzer Mann.

Graf Kervegan im festen SchlossErmuthigt der Männer kleinen Tross,Facht mit vier Söhnen, vier Rehlein jung,Das Häuflein an zur BegeisterungEs gleicht einer Blume der Seele Muth,Der keimt in des Wortes heiliger Gluth;Ihn weckt ein Lied, das den Lippen entflicht:Er rafft sich empor, wenn er Waffen sieht,Geschwungen im blutigen GefechtFür Vaterland, Freiheit und fürs Recht.

Es loht mit der Gluth in des Grafen BrustEmpor der Männer Kampfeslust,Und wenn, da sich der Jammer häuft.Der Kämpfer Einen Zagen ergreift,Dann ruft er ihm zu:Mein Kampfgenoss!Des Königs Bollwerk ist dieses Schloss,Unsichtbar wallt er in unsrem Kreis,Kein braver Vende'er gibt ihn Preis.Des Blutes, das unsre Adern durchfliesst,Ein jeglicher Tropfen des Königs ist:

Und jede Sehne in unsrer HandZum Schutze seines Rechtes sich spannt;Und bersten die Mauern, stürzt ein der Wall,Wir kämpfen solang noch Ein VasallDie Kraft hat seine Büchse zu laden,Die Brut zu beschiessen von Satans Gnaden.Wenn wiruns, Genossen,im Jenseits begegnen,Dann werden die Cherubim uns segnen;Dem Könige, aber wollen wir melden:0 Herr, wir fochten und starben als Helden,Wir haben, von alter Treue geflrmt,Dein altes, heiliges Recht geschirmt.Wir sind bei deinen Gesetzen geblieben,Wir haben mit Blut sie neu geschrieben,Mit unserer Feder: mit dem Schwert,Und uns als deine Vasallen bewährt.Dann in der Verklärung himmlischem LichtZulächelt uns Allen sein Angesicht,Vergessen ist irdisches Jammersal

In ewiger Wonne himmlischem Stral-------

Doch wer sein Leben heimgebracht,Der schläft dereinst eine süsse Nacht,Sieht diesen Wirrsal gehn zu Schanden,Und über unsren getretnen LandenEmporziehn die Sonne des Königthums;Er hat auch Antheil dieses Ruhms,Und kann sich sagen, ich that meine Pflicht,Und war ich von Nöthen, so fehlt ich nicht."

Solch Wort gibt Kraft und frischen Muth,Macht kühner wallen im Herzen das Blut,Schafft um zum Helden den feigsten der Mannen,Entzündet das Pulver der Büchsenpfannen,Dass über den Teich die Kugel fliegt,Die manches Menschenleben knickt;Indess. im Lager die RebellenBeschliessen, der Burg eine Falle zu stellen."

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