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Der Page des Kaisers : Ein Gedicht von der Treue
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Doch wieder lässt in stiller Luft

Vor allen andren Dingen

Sich leisgehauchtes Flüstern hören,

Sei jeder nur auf sieh bedacht;

Htm dünkt es, dass es zu ihm ruft,

Und nütze ab den Andern,

In seinem Denken ihn zu stören:

Auf Andrer Kosten lebt's sich froh;Dann mag er weiter wandern,

Das Liedchen von der Treue,

Und mach' es wieder so."

Vernimm es-schier,

Es bleibet ewig neue

Und wenn er ausgesauget

So dort wie hier."

Sein Opfer, und diess nichts mehr beut,Nicht seinem Zweck mehr tauget,

Den Baum, der, wenn es stürmte,

Vcrlass er es statt morgen heut';

Und wenn gesengt das Sonnenlicht,

Das bringt ihm keine Reue,

Dein triefend Haupt beschirmte,

Er hat es sich doch gut gemeint."

Was liiss'st du steh'n den grünen Wicht?

Das I.iedchen von der Treue,

Er hält dir auf den Regen,

Gefällt es Dir, mein Freund?"

Der sanft erquickt die dürren Au'n,

Stiehlt dir der Sonne Segen:"

Den Jüngling reizt zu bittrem Grimme

Darum ihn umgchau'n!"

Des unsichtbaren Sängers Stimme;Der Hohn in dieser bangen Stunde,

Das Büchlein, das mit frischen

In der sein Herz vor Jammer brach,

Gewässern rings die Fluren kühlt,

Und das Geschick in jede Wunde

So reich an muntren Fischen,

Mit seinem gift'gen Dolche stach,

Und segensvoll dein Feld bespült,

Ihm doppelt in die Seele drang,

Bald ist's nicht mehr zu hemmen

Als es vom Baume traurig klang:

Und bricht in deine Gründe ein,

Dein Haus wird's überschwemmen"

Mein Freund, o lass dir sagen,

Lass es versiegen fein."

Die Treue liegt am Schrägen 1"

Wer jemals dir im Leben

Sie ging auf Erden wandern,

Ein Gutes thut, nimm es nur an,

Sie war in bittrer Noth,

So lange Narren geben,

Von einem Haus 7.11m andern

Man ohne Sorgen leben kann;

Zog bettelnd sie um Brod;

Wagt man von dir zu hoffen

Zuerst ging sie zu Reichen,

Je Gegenhilf in eigner Noth,

Da gab es Worte, hart,

Dann sage ihnen offen:

Dass muthlos ohne Gleichen

Helf Euch der liebe Gott."

Die Arme ward."

Wozu auch Opfer bringen?

Dann ging sie zu den Mächt'gen

Das hat noch Keinen weit gebracht,

Und wandert' für und für;

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