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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
Entstehung
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nieen sowie 450 Chasseurs wurden sonach in die Dörferjenseits der Ruhr verlegt. Düren wurde später Vorortdes nach ihm benannten Kantons im Bezirke Aachen,hatte als Kanton einen Kommissar der vollziehenden Ge-walt und als Gemeinde einen Agenten oder Maire zumVorsteher, während jedes Arrondissement einen Unterprä-fekten, jedes Departement einen Präfekten hatte. DasRoerdepartement hatte als Präfekten 1800 Simon, 1802Baron Mechin, 1804 Graf Laumond, 1806 Graf Lameth,1809 Baron de Ladoucette. Der Maire hatte 2 Beigeordnete,Adjoints, dazu kam ein Munieipalrath zur Verhandlungüber Ortsangelegenheiten und Abnahme der Gemeinde-rechnungen. Mit der alten Verfassung war auch das Bür-germeister- und das Schöffengericht, nachdem beide nocheine Zeit lang geduldet worden, aufgehoben; an derenStelle trat 1800 ein Friedens- und Polizeigericht zur Ab-urtheilung minder wichtiger Civilklagen und zur Bestra-fung von Polizeivergehen nach den codes Napoleons. Durchein Gesetz der französischen Nationalversammlung wurdeder von Grundstücken zu entrichtende Zehnte schlechtwegaufgehoben. Die Franzosen führten verschiedene neueSteuern ein, theils direkte wie Personal-, Grund-, Mobilar-,Thür- und Fenster-Steuer, theils indirekte wie Getränke-steuer, Stempeltaxe, Einregistrirungsgebühr für Verträgeu. s. w. Als durch den Frieden von Luneville 9. Februar1801 die Verbindung des linken Rheinufers mit Frank-reich staatsrechtlich anerkannt worden, folgten den politi-schen Umgestaltungen auch Aenderungen auf kirchlichemGebiet. Aachen wurde Bisthum mit 45 Haiipt- und 504Hülfspfarreien. Viele Pfarreien, so in der Nähe Soller,wurden ganz unterdrückt, Soller angeblich, weil es denfranzösischen Commissairen keinen freundlichen Empfangbereitet hatte. Bischof Berclolet starb am 13. Aug. 1809;sein Nachfolger, Le Camus, zog sich nach Sturz der fran-zösischen Herrschaft in den Rheinlanden schon am 16. Jan.1814 zurück, worauf W. Fonk und Michael Klinkenbergals Kapitularvikare die kirchliche Verwaltung fortführten,bis am 20. Mai 1825 Ferd. Aug. Graf von Spiegel die Re-