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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
Entstehung
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II. Kapitel.

Düren in fränkischer u. karolinglscher Zeit.

Düren blieb unter römischer Herrschaft, bis gegenEnde des vierten Jahrhunderts die Franken ihre Wohnsitzeim heutigen Westfalen verliessen, im römischen ReicheAufnahme fanden und ihr Reich zwischen Scheide undRhein gründeten. Seit Anfang des 5. Jahrhunderts resi-dirte ihr König Sigibert in Köln und gehörte unser Land-strich zu Uferfranken, zu Ripuariern Noch lastete dasHeidenthum auf hiesiger Gegend, als 496 Chlodwig denSieg über die Alemannen bei Zülpich (Tolbiacum) erfochtund infolge eines Gelübdes für den günstigen Ausgang derSchlacht zum Christenthum gelangte. Er empfing durchden hl. Remigius die Taufe. Die Einführung des Christen-thums in hiesiger Gegend war aber schon vorbereitet wor-den durch das heldenmüthige Beispiel der thebaischenLegion. Diese, aus Christen bestehend, hatte sich gewei-gert, den Göttern zu opfern, weshalb sie auf Befehl desKaisers Maximinian in Helvetien, wo die Legion stand, hin-gerichtet werden sollte. Ein Theil entfloh den Rhein hinabund erreichte theils Bonn, theils Köln, theils Xanten. Andiesen Stätten ihres Martyriums erheben sich noch heuteihrem Andenken geweihte herrliche Dome, deren Erbauungder hl. Helena, der Mutter Constantin's d. Gr., zugeschrie-ben wird. Unter Constantin d. Gr. erscheint auch der erstehistorisch verbürgte Bischof Maternus von Köln.

Schon im 4. Jahrhundert bestand also bei uns einegeordnete Diöcesanverwaltung in dem Sinne, dass AllenGelegenheit geboten war, die Lehren des Christenthumskennen zu lernen und seinen Vorschriften kirchlich Ge-nüge zu leisten. In den einzelnen Militärstationen (persingula castra) wurden schon damals Priester bestellt, inKöln, Bonn, Neuss, vielleicht auch in Jülich und Düren.Auf diese grösseren Ortschaften richteten die Bischöfe ihrAugenmerk vorzüglich, um von hier aus auch die nach