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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
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Reichstruppen, bestehend in kaiserlichen, pfälzischen,mainzischen und münsterischen Kontingenten. Dürenwie die Umgegend war während der Monate Novemberund Dezember sowie auch bei dem Rückmärsche dieserExekutionstruppen im Monat März und April 1791 mehroder minder stark mit Einquartirung belegt.

Inzwischen war in Frankreich die Revolution ausge-brochen, und es entzündete sich der Krieg, der, nachdemein von Preussen und Oesterreich zum Schutze des Thro-nes des unglücklichen Ludwig XVI. unternommener Ein-fall in Frankreich übel abgelaufen war, die Schaaren derfranzösischen Freiheitshelden an den Rhein führte undnach dreijährigen blutigen Kämpfen endlich ganz Brabantund die deutschen Lande bis an den Rhein in den Hän-den der siegreichen Republikaner liess. In Folge des Tref-fens bei Jemappes und einiger anderen zum Nachtheile derOesterreicher ausgefallenen Gefechte, räumten die Oester-reicher Belgien, und ein Theil ihres Heeres unter Anfüh-rung des Generals Clairfait nahm, von den Franzosen un-ter Dumouriez auf dem Fusse gefolgt, seinen Rückzug überAachen und Düren. Den ganzen November und Dezember1792 währten die Durchmärsche. Als sich der Vortrabdes französischen Heeres unter dem General Dampierrenäherte, zogen sich die Oesterreicher in ein verschanztesLager auf dem Krausberge zurück. Am 20. Dezemberzeigten sich mehrmals französische Streifwachen in derNähe der Stadt, wurden aber sogleich durch die öster-reichischen Dragoner vertrieben. Um die Mittagsstundedes folgenden Tages rückte eine Abtheilung Franzosen indie Stadt, rekognoszirte alle Strassen und zog wieder ab.Um 4 Uhr kehrten sie in grösserer Anzahl, etwa 300Mann Infanterie und 50 Pferde, zurück, liessen sich dieSchlüssel der Stadt übergeben und besetzten die Thore.In der Frühe des 22. ward die Wache, am Oberthore vonden Oesterreichern überrumpelt und die Stadt nach kur-zem Widerstände von den Franzosen gesäubert. Gleich-zeitig mit dem Ueberfall auf Düren wurden die Franzosenin der Nachbarschaft angegriffen und über die Ruhr zu-

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