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starker Stoss erfolgte, dass die Leute aus der Kirche resp.ihren Häusern flohen. Mehrere hundert Schornsteine stürz-ten ein; ein steinerner Pfeiler auf der Gallerie des St.Anna-Kirchthurras fiel herab, alle Glocken, gross und klein,läuteten, als wären sie gezogen worden; die St. Anna-Kirche wurde sehr beschädigt, insbesondere der Pfeiler desKirchthurms, der an der linken Seite beim Eingange steht,so gespalten, dass mehr als hundert eiserne Klammern zurBefestigung eingegossen werden mussten, welche bei einerneuerdings 1892 nöthig gewordenenen Reparatur vorge-funden wurden.
Im siebenjährigen Kriege, 1756—1763, wurdendie Jülich-Bergischen Lande, da sie sich durch innereMacht nicht schützen konnten, wie immer von beiden Par-teien heimgesucht. Der sonst friedliebende LandesherrKarl Theodor sah sich als Reichsfürst genöthigt, an diesemKriege gegen Friedrich IL Theil zu nehmen; dafür wur-den aber auch die hiesigen Lande von den Preussenund den mit ihnen verbündeten Hannoveranern nicht sehrschonend behandelt. Schon gleich beim Beginn des Krie-ges rückten die diesmal mit Oesterreich verbündeten Fran-zosen ins Jülichsche, das zwei Jahre ohne einige Zwischen-ruhe den Muthwillen dieser Truppen zu ertragen hatte;Kontributionen und Lieferungen nahmen fast kein Ende.Die Einrichtung eines Hauses zum Lazareth der Franzo-sen kostete der Stadt allein 300 Rthl.
Als nach dem Siege des täpfern Herzogs Ferdinandvon Braunschweig bei Krefeld (23. Juni 1758) über dieFranzosen unter Clermont die preussisch-hannoverscheArmee sich auch im Jülichschen ausbreitete, räumten dieFranzosen unsere Stadt. Jetzt begannen neue Requi-sitionen. In den ersten Tagen des Juli erhielt der Ma-gistrat von dem preussischen Generallieutenant Georg Lud-wig, Herzog zu Schleswig-Holstein, aus dem Lager beiGladbach die Ordre, wonach „das Amt Düren mit -der Stadt,einem Jesuiten-, Kapuziner-, Observanteri- und verschiede-nen Nonnenklöstern" bei Vermeidung schwerer Verantwor-tung und militärischer Exekution binnen 3 Tagen zum Behuf