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■der alliirten Armee 30000 Rationen, bestehend ans je 1 j iScheffel Hafer, Berliner Maasses, 12 Pfd. Heu, 10 Pfd. Stroh,ferner 20000 Portionen Brod ä 2 Pfd. ohne Einwendung andas Magazin zu Dülken liefern sollte. Am Morgen des 5. Julirückten preussische schwarze Husaren hier ein, um die nichtgelieferte Fourage zu exequiren. Der Magistrat erliesseinen Aufruf an die Bürgerschaft, dass jeder nach KräftenGeld vorschiessen möge, und am 11. Juli konnte genügen-des Kontributionsgeld dem preussischen Kriegskommissarzur Verfügung gestellt werden. Nachträglich aber wurdeder Stadt Düren noch eine Kontribution von 1000 Rthl.auferlegt und als die Zahlung nicht erfolgte, wurden vierDürener Bürger ins's Hauptquartier nach Jülich als Gei-seln abgeführt, bis die Zahlung erfolgt war. In demselbenJahre erlitt unsere Stadt noch eine dritte Exekution durch240 Mann französische Infanterie und 50 Kavalleristenwegen nicht gelieferter Remontepferde. Durch Rundschrei-ben vom 23. August verlangte der Kurfürst eine Ueber-sicht über die durch die Preussen und Hannoveraner in-Jülich und Berg erhobenen Lieferungen und angerichtetenSchäden. Der Magistrat begleitete seine Aufstellung mitdem Antrage, die Beträge möchten auf das Steuerkontin-gent für das laufende Jahr gutgeschrieben werden. DerLandesherr verwarf dieses Gesuch und erliess am 6. Sept.1758 eine strenge Verordnung, dass die Steuern unver-züglich eingetrieben werden sollten. Die Vergütung derKriegslasten wurde spätem Verhandlungen vorbehalten.Das allgemeine Unglück wurde noch durch Hagelschlagund Misswachs so vermehrt, dass im folgenden Jahre dieSaat kaum bestellt werden konnte.
Während des Jahres 1759 erfuhr Düren durch dieKriegsereignisse wenig mehr als einzelne Hin- und Her-züge französischer Truppen. Im Januar 1760 geschahenhäufige Durchmärsche der aus Westfalen kommenden Fran-zosen. Im Mai berührten sie wieder Stadt und Umgegendauf dem Zuge an den Main. Das Hauptquartier befandsich in Düsseldorf, und bis Aachen hin waren alle Ort-schaften mit Truppen beschwert. 1761 standen einige