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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
Entstehung
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aller Aufforderungen erschienen die jungen Leute nicht.Die Differenzen' und Verhandlungen hierüber verzogensich bis ins Jahr 1747, wo der Kurfürst unter dem 18.März den Bescheid an den Magistrat erliess:dass dieCommercianten, ihre Söhne, Handwerker, Knechte undübrige Angehörige zur Militz nicht gezogen, sondern dievon Ihro Churf. Dhlt. ihnen ertheilte Freiheit nach wie vorohngekränkt geniessen sollen" (Mat. S. 587).

Schon gleich im Anfang des Jahres 1745 begannenneue Plagen für Düren durch die Durchzüge österreichisch-deutscher und ungarischer Kriegsvölker. Zwei Jahre hin-durch währten diese Durchzüge, und Düren war bald vonenglischen, bald von ungarischen und deutschen Kriegs-völkern, die alle gleich übermüthig waren, besetzt.

Im Jahre 1747 wurde der Bau einer steinernen Brückean der Aachenerstrasse begonnen, wo bis dahin nur einehölzerne Brücke für Fussgänger bestanden hatte. DieFahrbrücke lag bis dahin mehr nördlich am Siechhausebei Mariaweiler und hiess dieMelaten-Ruhrbrücke". Da-rüber führte die alte Strasse nach Aachen, während dieheutige Strasse unter dem Bergvogt Daniels angelegtwurde. Der Bau geschah unter dem Bürgermeister Rickerund wurde 1753 die steinerne Statue des h. Johannes vonNepomuk mit grosser Feierlichkeit aufgesetzt. Die Statueträgt die Inschrift:Franz Joseph Schmidt Confecit Con-fluentiae 1753". Zu damaliger Zeit floss noch ein Armder Ruhr an der Stelle des heutigen Schenkelsweihers; diedort heute befindliche steinerne Brücke heisst noch heuteim Volksmunde diehölzerne Brücke". Im Jahre 1843wurde die Ruhrbrücke mit Ausnahme des die Statue desh. Johannes tragenden Pfeilers durch Hochwasser vernich-tet. In den Jahren 1755 und 1756 wurde unsere Gegendvon schrecklichen Erdbeben (Mat. S. 596 ff.) heimgesucht.Zur Zeit des grossen Lissaboner Erdbebens vom 1. Nov.1755 wurden hier häufig schwache Erderschütterungenwahrgenommen. Am zweiten Weihnachtstage fanden hierstarke Erderschütterungen statt, welchen weitere kleinere imJanuar und Februar folgten, bis am 19. Februar ein so