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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
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den, einige freiheit von Haussteuer, Wacht- und Hand-diensten auf einige Zeit angedeihen zulassen", versprochenwurde.

1. Derjenige, welcher ein Haus auf einer Stelle, wokeines stand, in Stein aufbaut, soll auf 24 Jahre Freiheitvon Haussteuer, Wacht- und Handdiensten gemessen.2. Derjenige, welcher sein verfallenes Haus von Grund aus inStein wieder aufbaut, soll vorgedachte Freiheit 18 Jahrelang gemessen. 3. Derjenige, welcher sein ruinirtes Hausin Steinen reparirt und mit steinernem Giebel ausziert,hat 12 Jahre obige Freiheit. 4. Derjenige, welcher seinHaus mit einem steinernen Giebel von oben bis unten aus-ziert, soll eine 6jährige Freiheit, wie oben besagt, gemessen.In demselben Jahre liess der Magistrat auf die Wahrneh-mung, dass einer Polizeiverfügung zuwider noch fortwäh-rend Stroh zur Bedachung der Gebäude verwendet wurde,auf den Zünften bekannt machen, dass fortan kein neuge-bautes Haus mit Stroh gedeckt werden dürfe, und dassnach Verlauf von 6 Jahren auch die alten Strohdächerdurch Pfannen oder Schiefer ersetzt sein müssten.

Im Jahre 1719 sollten gemäss Verordnung des Lan-desherrn vom 19. Dez. 3 Kompagnieen Kavallerie nach Dürenin Garnison gelegt werden. Die Stadt war aber seit dem5. Oktober belastet mit 10 Kompagnieen Infanterie vomVehlenschen Regiment nebst dem Stabe. Daher wandteder Magistrat sich mit dem Gesuche an den Fürsten, ermöge die Infanterie ganz oder doch zur Hälfte verlegenlassen, ehe die neuen Truppen anlangten, um so mehr, alsdie Stadt durch die anhaltenden Kriegslasten schier ver-armt sei. Dessen ungeachtet rückte die angekündigte Ka-vallerie hier ein. Der Magistrat musste seine dringendenVorstellungen beim General-Kriegs-Kommissariate zu Düs-seldorf wiederholen, ehe der Stadt die Last erleichtertwurde.

Gemäss dem kurfürstlichen Ausschreiben vom 12.März 1720 betrug das landesherrliche Steuer-Kontingent derStadt für dieses Jahr 8148 Rth. 32 Alb. 7 Hlr. Der Magistratberichtete jedoch an den geheimen Rath nach Düsseldorf,

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