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waren, und bot ihnen in üblicher Weise den Ehrenwein.Ausser den Medaillen und dem üblichen Geschenke vonsechs Flaschen weissen Weines verehrte die Stadt demKurfürsten ein Fass besten Bleicharts. Die kurfürst-lichen Hautboisten, welche von Jülich hierhin beordertwaren, um bei der Ankunft der hohen Herrschaften undbei der Prozession zu spielen, empfingen Geldgeschenke.Bei der Abreise wurden die fürstlichen Personen von denBehörden und der Bürgerschaft bis vor das Thor begleitet,wo der Schöffe Kännengiesser zum Abschied den Dankdes Schultheissen, Bürgermeisters und Raths nochmalsaussprach.
Am Rochusfest, den 18. August desselben Jahres,erfreuten der Kurfürst und seine Gemahlin die Stadt wie-der mit ihrem Besuche; sie hatten sich jedoch alle Em-pfangsfeierlichkeiten verbeten. Den 20. Oktober kamensie nochmals zur Beiwohnung des Gottesdienstes von ihremSommeraufenthalte zu Hambach hierhin. Bei dieser Ge-legenheit trat die Bürgerschaft blos auf dem Markte in'sGewehr. Die Zeit Johann Wilhelm's war, wie bemerkt,die Zeit einer glänzenden Hofhaltung in Düsseldorf, auch dasSchloss Hambach stand damals noch in vollster Blüthe. DerNachfolger, Karl Philipp (bis 31. Dez. 1742), dessen Regie-rungsantritt in Düren 1716 auf den Zünften verkündigt wur-de, residirte in Baden und bestellte für Jülich und Berg denMarquis d'Ittre zum Statthalter. Eine landesherrliche Verfü-gung vom 30. Sept. 1716 trug dem Magistrate auf, wegendes vom Prinzen Eugen bei Peterwardein (5. August) „gegenden Erbfeindt christlichen Nahmens befochtenen herlichensiegs" ein Dankfest zu halten. Dieses geschah am 18.Oktober durch einen feierlichen Gottesdienst mit Prozes-sion, welchem der Kommandant, Oberst vonNorprath, undalle Beamten beiwohnten. Um die Aufbauung der durchdie Kriege sehr ruinirten Stadt zu fördern und die Bürgerdazu anzuregen, erliess der Magistrat eine Verordnung,genannt „Freiheit über das Häuser-Bauen und Reparirenin hiesiger Stadt Düren" (Urk. Mat. S. 565), wonach „denBurgern, welche zur decör der Stadt hierselbst bauen wer-