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ein Haus in der Weierstrasse, darauf bezogen sie die Bu-benheimer Burg auf dem Viehmarkt. Fünf Jahre späterkauften die Ursulinerinnen das Spetgens'sche Haus in derKölnstrasse und bauten nach Hinzuerwerbung des Palant-schen Hauses, auch merodisches genannt, Kloster und Kirche.Der Bau wurde 1724 vollendet und später noch durch denAnkauf mehrerer anschiessender Häuser vergrössert, so-dass er Anfangs dieses Jahrhunderts von der Ecke derSackgasse in der Kölnstrasse bis zu dem jetzigen Neubaudes Metzgers Freundgen, wo die Kapelle stand, reichte.In dem Hause an der Ecke der Sackgasse befanden sichdas Pensionat und die Schullokale. Die Hauptbeschäfti-gung der Ursulinerinnen war der Unterricht der kleinenund die Ausbildung der grösseren Mädchen im Pensionate.Sie erhielten bald den ganzen Schulunterricht der weib-lichen Jugend hierorts in die Hand. Die Schwestern ha-ben die französische Revolution, nicht aber den Kultur-kampf der siebenziger Jahre dieses Jahrhunderts über-dauert. Im Jahre 1865 noch bauten die Ursulinerinnendas herrliche Kloster mit der schönen Kirche vor demKölnthor; im Jahre 1874 wurden sie zum Leidwesen derganzen Bürgerschaft ausgewiesen. Die Schulgebäude gin-gen durch Kauf in den Besitz der Stadt über und dienenauch heute noch zu Schulzwecken.
Am 25. Juli 1715 kamen der Kurfürst Johann Wil-helm und die Kurfürstin zum Besuche des Annafestes nachDüren. Der Magistrat und die Bürgerschaft erwartetensie vor dem Thore und führten sie unter dem Donner derGeschütze und Glockengeläute in feierlichem Zuge auf dasBathhaus. Hier sprach anstatt des kranken Bürgermei-sters der Schöffe Kannengiesser die Bewillkommnimg. Amanderen Tage wohnten die fürstlichen Gäste in der Anna-kirche dem Gottesdienste und demnach der Prozession bei.Nach Beendigung dieser Feierlichkeiten begaben sie sichzu dem Festmahle, welches der Magistrat veranstaltethatte. Während desselben händigte der Schöffe Kannen-giesser ihnen Namens der Bürgerschaft zwei goldene Me-daillen ein, die an der Reliquie der hl. Anna angerührt