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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
Entstehung
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angeordnet und dem Magistrate aufgegeben, unter Zuzie-hung bürgerlicher Deputirten die Aufnahme und Einthei-lung der Familien in die vier Klassen dieser Steuer vor-zunehmen. Gemäss dieser Aufnahme zählte Düren damals1148 Bürger in 409 steuerpflichtigen Familien. Von die-sen steuerten in der ersten Klasse 30, in der zweiten Klasse80, in der dritten Klasse 174, in der vierten Klasse 125Familien. In der ersten Klasse zahlte jede Familie 6 Rth.,in der zweiten 4 Rth., in der dritten 2 Rth. und in dervierten Klasse 1 Rth. Die gewöhnlichste Form der Be-steuerung aber war die nach dem Simpelfuss, wobei einebestimmte Summe als Simplum angenommen und auf dieZahlungspflichtigen je nach ihrem Einkommen Gewinnund Gewerbe vertheilt wurde. Die Bürger bezahltenReichs-, Landes- und städtische Steuern.

5. Die Zeit vom Ende des spanischen Erbfolge-Krieges bis zum Erlöschen der pf alz-neuburgischenHerrschaft; u. a. grosse Mission, sowie die Ursu-linerinnen in Düren.

Vom Nov. 1714 ab überwinterte hier ein Kavallerie-regiment, welches im Januar des folgenden Jahres durch300 Mann Infanterie abgelöst wurde; letztere blieb nurkurze Zeit. Zur Abwehrung der dem Amte Nideggen undder Umgegend von den Franzosen zugedachten Exekutionwurden jedoch im April neuerdings eine Abtheilung In-fanterie und 50 Carabiniers hierhin verlegt.

Am 23. Februar 1715 langte der Kurfürst JosephKlemens von Köln, der laut dem Frieden von Rastadtresp. Baden in seine Länder und Würden wiederum ein-gesetzt worden war, auf der Rückkehr aus Frankreich hieran und stieg im Hause des Kammerraths Heupgen ab.Der Magistrat zog ihm an der Spitze der ins Gewehr ge-tretenen Bürgerschaft mit fliegender Fahne und klingendemSpiel bis vor das Holzthor entgegen. Am anderen Tage setzteer, nachdem er vorher in der Anna-Kirche Messe gelesenund einigen Fersonen die Firmung ertheilt hatte, vomMagistrate bis vor die Stadt begleitet, seine Reise nachKöln fort.