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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
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die Stadt auf; sie zeigten Briefe vom Kurfürsten, in wel-chen derselbe ihnen den Eingang gestattete. Diese Briefeaber waren nicht vom gnädigsten Landesherrn, sondernvom Herrn Marschall Spee unterzeichnet, worauf (sie!) die garzu furchtsamen Bürger, weil keine Besatzung und Geschützvorhanden, ihnen den Einzug gestatteten. Selbigen Nach-mittag kamen also 1'600 Franzosen in die Stadt, worunternur 400 Füsser waren, die Einquartirung aber war weitübertrieben, weil 6, 8, auch gar 10 Mann in ein Haushineinfielen, welche kaum zu ersättigen waren; aus Abgangder Ställe setzten sie die Pferde in Kirchen-Vorhäuser undStuben der Bürger. Den 16ten zogen die Füsser wiederab, der Stadtkommandant war der Marquis de Varenne.Die Bürger hatten 10 Tage Heu und Hafer gegeben, undda alsdann nichts mehr in der Stadt vorfindlich war, muss-ten die umliegenden Dörfer das liefern und die es selbstnicht hatten, mussten Geld dafür zahlen; für die Unter-herrschaften wurde eine Kontribution ausgeschrieben von '20000 Rchsthlr. und für das übrige Land eine Kontribu-tion A'-on 200000 Rchsthlr. und diejenigen Ortschaften,welche um die bestimmte Zeit nicht bezahlten, wurden inBrand gesteckt. Den 17ten wurde auf Befehl des Kom-mandanten ausgeschellt, dass die Bürger die geflüchtetenSachen aus den Klöstern wegholen sollten, sonst wolle erdie Klöster ausplündern lassen. Ein Offizier kündigte diesauch den Klöstern an und fügte dabei, dass ihnen auchverboten wäre, einen Bürger aufzunehmen. Die Bürgermussten so viel an Essen und Geld hergeben, dass inKurzem der dritte Theil der Stadt nicht mehr bewohntwurde. Dieses Jahr nahm hier also einen schlechten Aus-gang, und der Gottesdienst wurde kaum mehr gehalten."Nach einer am 30. # Dezember 1688 vorgenommenenZählung waren hierselbst 94 Häuser unbewohnt.Das1689te Jahr", sagt die Chronik,hat ebenso schlecht an-gefangen, den 21. Januar ist vom Magistrat angesagt wor-den, dass die Bürgerschaft nicht mehr verpflichtet wäre,die französischen Offiziere zu beköstigen, allein die meistenfragten nicht darnach und zwangen die Bürger darzu.