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Den 22ten ist der Befehl vom französischen Kommissärergangen, dass die Klöster in Zeit von 12 Stunden alleFrüchte angeben sollten, die bei ihnen wären niedergelegtworden, unter Strafe der Konfiskation. Anfangs Märzwar die Stadt Düren in grösster Gefahr, ausgeplündertund in Brand gesteckt zu werden, was aber nichtgeschah." Am 13. März erlitten die Franzosen unter demGeneral Sourdis durch den Kurfürsten von Branden-burg, Friedrich III., im Verein mit einem holländischenKorps, bei Neuss eine Niederlage. Die Trümmer der ge-schlagenen Armee sammelten sich in Düren. Als die Nach-richt einlief, dass die Holländer gegen die Stadt im An-märsche seien, liess der Kommandant de Varenne in derNacht zum 21. März plötzlich die Häuser der Rathsherrenmit Soldaten besetzen und den Magistrat auf dem Rath-hause versammeln, wo ihm laut obiger Notiz der Siberti-schen Familienchronik bedeutet wurde, dass die Stadtder Plünderung Preis gegeben und in Brand gesteckt wer-den solle, wofern die rückständigen Kontributionen nichtauf der Stelle beigeschafft würden. Bei der Erschöpfungder städtischen Revenuen sah sich der Magistrat gezwun-gen, die erforderliche Summe durch Aufnahme mehrererKapitalien beizuschaffen. Am 22., Nachmittags 4 Uhr, ver-liessen die Franzosen, 25 Kompagnieen Kavallerie stark,die.Stadt. Die Freude der Einwohner über diesen Abzug warso gross, dass er durch ein allgemeines Glockengeläute ge-feiert wurde. Auf herzoglichen Befehl wurden am 7. April 2Kompagnieen pfalzneuburgischer Leibgarde zu Pferd unterdem Oberstlieutenant von Venning sowie zwei Kompag-nieen Brandenburger Kavallerie unter dem Rittmeister vonEntschwingen hierhin in Garnison gelegt. Die Stadt selbstgewann wieder ein freundliches Aussehen; die Strassenwurden gereinigt, die geschlossenen Läden geöffnet, der freieVerkehr wurde wieder hergestellt, und viele Ausgewandertekehrten zurück. Aber leider währte die Ruhe nicht lange.Ein französisches Heer, welches die Stadt Kochern an der Mo-sel in Brand gesteckt hatte, verbreitete sich im MonatOktober im Jülich'schen, alles mit Feuer und Schwert ver-
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