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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
Entstehung
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me von 12646 Rthlr. und zerstörten auch einen Theil derMauer, die Thorflügel und Palissaden.

Im Jahre 1680 besuchte der Herzog von Jülich dasAnnafest; ihm zu Ehren veranstaltete der Magistrat eingrosses Essen. Durch Beschluss vom 10. Oktober 1682bestimmte der Magistrat, dass wegen der durch den Kriegzusammengeschmolzenen Einwohnerzahl neu beiziehendeBürger nur die Hälfte des Bürgergeldes und des Weinesbei Aufnahme in die Zünfte bis auf bessere Zeiten entrich-ten sollten. Diese Verfügung wurde unterm 7. November1Ö85 erneuert.

Am 6. Juli 1683 beschloss der Magistrat unter demBürgermeister Johann Mockel auf die Nachricht, dass derLandesfürst der Anna-Kirmess beizuwohnen gedenke, dreioder vier Ohm Wein einzukaufen und ihn damit zu be-schenken. Am 30. Oktober 1688 waren die untern Land-stände des Herzogthums Jülich im hiesigen Franziskaner-kloster unter dem Vorsitz des Grafen von Hatzfeld, Herrnzu Weisweiler, versammelt. Die Bewohner des Herzog-thums Jülich hatten kaum ihre verwüsteten Wohnungenwieder erbaut und angefangen, ihre Drangsale zu verges-sen, als plötzlich die Franzosen ihre Fluren mit neuerVerheerung überschwemmten. Die Nachricht von ihrer An-näherung verbreitete in Düren Furcht und Schrecken;viele wanderten aus, während Alles seine Habseligkeiten inSicherheit zu bringen suchte. Im November haben vieleBürger, so sagt die mehrfach erwähnte ungedruckte Chro-nik, aus Furcht vor den Franzosen ihre besten Habschaftenauf Köln, Aachen, Jülich und in's Franziskanerkloster ge-flüchtet. ,,Den 14. Dez. des Abends kam die Botschaft an,dass die Franzosen mit vielem Geschütz sich der StadtDüren näherten. Aus Furcht kamen die Bürger im Fran-ziskanerkloster zusammen. Nachfs um 2 Uhr wurde einGlockenzeichen gegeben, um Alle zu berufen, damit man'berathschlage, wie man den Franzosen begegnen solle.In der Zeit, da sich die Bürger berathschlagten, habendie Weiber, Mägde und Knechte ihre Sachen in die Klöstergebracht. Den löten des Morgens forcierten die Franzosen