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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
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ten sie benachbarte Burgen und Dörfer, so Zülpich undNideggen, und nöthigten den Landmann, Haus und Hofim Stich zu lassen. Die erwähnte Chronik sagt zu Obi-gem:den 13. Oktober 1678 ist Düren von einem Herzogvon Luxemburg eingenommen worden, welcher den H.Ximenes zum Stadtkommandanten angesetzt hat; die.me.hr-sten Herren aus der Stadt haben die Flucht ergriffen, alleHäuser und Klöster wurden durchsucht, und was den Sol-daten gefiel, nahmen sie fort. Männer, Weiber und Kinderflüchteten sich ins Franziskanerkloster; sogar der refor-mirte Prediger suchte in selbigem Schutz und die alteWittwe luden flüchtete sich auch dahin, welche aber gleichdarauf von Schrecken starb. Den 16. Oktober wurde einemjeden Bürger ein Soldat in's Haus gelegt, welche sich aberso betrugen, als ob sie Herren von unserem gewesen wä-ren, sogar wurden die eigenen Hausherren von ihnen ge-tödtet, wenn sie nicht hergaben, was der Soldat forderte.Hierauf gingen sie auf die übrigen Städte des Jülicher Lan-des los und schonten weder den Adligen noch Geistlichen,und wenn ihnen nicht gleich bezahlt wurde, was sie for-derten, so nahmen sie alle als Geisel fort und stecktenüberall viele Oerter an." Im Jahre 1679 durchzogen dieTruppen ebenso das Kölner Land, dasselbe allenthalben ver-wüstend. Am 27. April 1679 verliessen 9 Kompagnieen mitdem Marquis von Genlis die Stadt, worin 3 KompagnieenSchweizer zurückblieben. Die abziehenden Truppen re-quirirten 200 Malter Frucht und eine bedeutende Geldsumme.An ihre Stelle kamen wenige Tage nachher 10 andere Kom-pagnieen; der Unterhalt dieser Truppen kostete der Stadttäglich 87 Rthlr. 3 Albus. Ein am 18. Juli 1679 dem Ma-gistrate durch den Kommissar Doublet übergebenes Schrei-ben des Armee-Intendanten du Marceaux enthielt die Be-stimmung, class nach königlichem Befehl jedem Soldatentäglich 6 Stüber, jedem Offizier täglich 4 Franken 6 Stü-ber, dem Etats-Major monatlich 1000 Franken Gehalt ge-geben werde. Als am 14. Dezember 1679 der Abzug derFranzosen erfolgte, liessen sie sich von den Bürgern alleWaffen und Munition ausliefern, erpressten noch eine Sum-