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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
Entstehung
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derter Form bis zur neuesten Zeit. Die Kirche der Kapuzinerwurde nach Aufhebung des Klosters in den Kriegszeiten baldzum Magazin für Heu und Stroh, bald zum Militairlazareth,bald zum Einstallen der Pferde gebraucht. Später wurdesie wieder zum Gottesdienst eingerichtet, und 182Ü wurdendie Klostergebäude für 2600 Thaler von der Stadt ange-kauft. Die Kirche wurde Annexkirche der St. Annapfarreund dem Gymnasium, nach Umbau des Klosters zum Gym-nasialgebäude, als Gymnasialkirche zur Benutzung über-lassen.

2. Weitere Kriegskalamitäten und die grosse Pest

in Düren.

Als am 7. November 1649 die hessische Garnisonzum grössten Jubel der Bürgerschaft endlich abgezogenwar, rückten zwei Kompagnieen pfalz-neuburgische Soldatenunter dem Oberstlieutenant Grafen von Elmpt-Burgau inDüren ein. In einer Klageschrift des Magistrats an denHerzog vom Jahre 1652 wegen Verpflegung dieser Trup-pen heisst es unter Anderm:Es haben ohne hohe undniedere Offiziere damals beide Compagnien 205 gemeineDienst-Knechte gehabt, die welche gehabt haben 102 Wei-ber und 150 Kinder. Nun ist hiebei ferners zu conside-riren, dass ein Soldat kaum so viel bekömmt, dass er dasBrod und etwas dazu hat, woher werden nun die Weiberund Kinder unterhalten? Solches fällt dem Bürger übernHals, welcher aus Mitleid das beste darbei thun muss"(Mat. S. 516)

Im Januar des Jahres 1650 verheerten Truppen desHerzogs von Lothringen die Gegend um Düren: das KlosterSchwarzenbroich wurde besonders hart mitgenommen undganz ausgeplündert; die Mönche wurden genöthigt, dieFlucht zu ergreifen. Sie fanden Aufnahme im Franziska-nerkloster Bethanien hierselbst. Das Kloster Wenau bliebebenfalls nicht verschont, und nur die Flucht rettete denBewohnern das Leben. Diese Vorfälle wirkten sehr nach-theilig auf die Gewerbe und den Handel. Der Pfalzgrat'schaffte sich diese Gäste durch eine bedeutende Summe