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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
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welcher meinte, dass Geistliche genug in Düren wärenund durch den Bettelorden der Kapuziner der Stadt neueLasten aufgebürdet würden, erklärte sich mit dem Baunur unter der Bedingung einverstanden, dass die Kapu-ziner keine weiteren Plätze zum Bau oder Garten begehrenund den vor dem Kölnthor gelegenen Garten abtretenwürden. Bis 1723 besassen die Kapuziner dortselbst übri-gens noch einen Hopfengarten. Weiterhin mussten die Ka-puziner 2 Gänge zum Walle auf Erfordern des Raths offenhalten und mit dem Stadtwappen versehen lassen. Siedurften nicht von Haus zu Hans gehen, sondern nur inder Noth bei dem einen oder andern Bürger privatim einAlmosen nachsuchen.

Am 13. September 1655 legte die Pfalzgräfin eigen-händig den ersten Stein zu der im folgenden Jahre vol-lendeten schmucklosen Kirche. Die Kapuziner bewohntenzunächst die vorhandenen alten Gebäulichkeiten, bis am21. April 1721 der Gouverneur von Jülich im Namen desKurfürsten Karl Philipp unter dem Donner der Kanonen,dem Klang der Glocken und rauschender Musik den erstenStein zum Klosterneubau legte. Nach einer kurfürstlichenVerordnung vom Jahre 1766 war den Kapuzinern der Terminangewiesen in den Kirchspielen Derichsweiler, Lenders-dorf, Eschweiler, Langerwehe sowie in der Wehrmei-sterei. Die Kapuziner entwickelten eine hervorragendeseelsorgliche Thätigkeit, besonders für die unteren Volks-klassen, und waren bemüht, die katholische Religion zuerhalten, weshalb sie jährlich bei der 1645 durch Marg.Brandroster von Neuem vor dem Kölnthore errichtetenDreifaltigkeitskapelle auf einer eigens dazu errichtetenBühne Kontroverspredigten hielten. Auch halfen sie in derNachbarschaft auf dem Lande eifrig in der Seelsorge, be-sonders durch mächtige Kanzelreden, ans. Im Jahre derAufhebung des Klosters 1802 bestand das Klosterpersonalaus dem Guardian von der Bank sowie 17 Patres undLaienbrüdern. Die von den Kapuzineim 1713 eingeführteErzbruderschaft der hl. Dreifaltigkeit zur Erlösung dergefangenen Sklaven bei den Türken bestand unter verän-