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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
Entstehung
Seite
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ausserhalb gelegenen Häuser mit Ausnahme des HausesVeldenstein und des Anna- oder Jesuitenhofes liess erniederreissen, überhaupt Alles entfernen, was dem heran-rückenden kaiserlichen Heere im Falle der Belagerung zumSchutze hätte dienen können. Im August 1642 schicktenämlich Kaiser Ferdinand seinen treuen Reitergeneral Janvon Weerth zum Schutze des Landes gegen die fremdenEroberer nach den Jülich'schen Herzogtümern. Am 20.Oktober war die kaiserliche Armee in der Nähe von Dü-ren angelangt. General Hatzfeld lagerte mit kaiserlichenTruppen bei Merzenich; rechts schloss sich an ihn derGeneral-Feldzeugmeister Graf von Velen bei Haus Rathan, General von Wahl lagerte bei Binsfekl und die Ka-vallerie stand unter Jan von Weerth selbst längs der Ruhrbei Linnich. Am 22. Oktober begann die Belagerung derStadt Düren, deren Besatzung entschlossenen Widerstandleistete und das Feuer gut erwiderte. Als aber das grosseBollwerk hinter der Rentmeisterei zertrümmert und hinterdem Jesuitenkollegium Breschen in die Mauer geschossenwaren, wurde der Rector des Jesuitenkollegiums am 24.Oktober in's kaiserliche Lager entsandt, wo der VergleichzuStande kam, dass die Stadt, den Kaiserlichen übergebenwerden, dagegen die Besatzung mit ihrer ganzen Bagageund mit den Waffen, jedoch mit ausgelöschten Lunten undabgeschraubten Feuersteinen, Abzug erhalten sollte. Dem-gemäss räumten die Niederländer am anderen Tage dieStadt. Die kaiserlichen Heerführer forderten von der Stadtzur Auslösung der Glocken und Wallgeschütze 4000 Reichs-thaler. Da der Magistrat bei der allgemeinen Erschöpfungder Bürger augenblicklich diese Summe nicht aufbringenkonnte, wurden 2 seiner Mitglieder, Daniel von Berg undFriedrich Graven, auf das Schloss zu Gürzenich in Ver-wahrsam gebracht. Durch Verwendung des Herzogs Wolf-gang Wilhelm von Jülich ward die Summe auf 1700 Reichs-thaler ermässigt und den Geiseln die Freiheit gegeben.Oberst Lucas blieb mit einem Regiment Hatzfeld'scherTruppen hier in Garnison. Auch Jan von W T eerth, Generalv. Velen, sowie Generalwachtmeister Saradezky bezogen in