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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
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und ein anhaltendes Bombardement richtete sich auf Wälleund Thürme der Stadt. Die Besatzung leistete muthvollenWiderstand, musste aber nach dreitägiger Belagerungkapituliren. General Rosa legte 5 Kavallerieregimenterin die Stadt; die ganze Truppenmacht bestand aus 16000Mann. Die Soldaten haustenwie zornige Löwen gegenarme gefangene Schaf lein" und trieben es so arg, dassGeneral Rosaselbe zu bändigen, mit blossem Degen inder Hand drei seiner Soldaten in St. Anna-Kirche erstochenund einen vor der Kirch liess aufhencken." Am 25. Aprilerliess er noch eine strenge Ordre, allein bei dem damali-gen Verfall der Kriegszucht brachte die Ordre wenig Wir-kung. Die Protestanten, deren damals Viele in Dürenwohnten, baten den General um das Privileg,mit denKatholiken in St. Anna-Kirch ihren gottesdienst wechsel-. weiss zu halten"; der protestantische General schlug dasaber rundweg ab. Der Magistrat verehrte seiner Ge-mahlin zwei kostbare Servicen, wovon nach einer Stadt-rechnung , vom Jahre 1642 die eine 1000, die andere800 Reichsthaler kostete. Zur Auslösung der mit Beschlagbelegten Glocken musste Düren 1200 Reichsthaler zahlen.Wie in der Stadt, so hausten die Truppen der Union auchin der Umgegend. Besonders litten das Schloss Nideggen,die Häuser Burgaii, Drovß, Widdendorf und Boisclorf. IhreBesitzer retteten sich mit Lebensgefahr durch die. Fluchtnach Montjoie. Am 25. Mai verliess General Rosa mitseinen Truppen die Stadt. An ihre Stelle zogen am 30.Mai 14 KompagnieenHolländer als alliirte Hülfs-Völker"in die Stadt. Die Reformirten zogenganz statsbar ge-kleidet mit grossen Schenkungen versehen bis an dasCreutz vor der Collenporten" dem holländischen Komman-danten Franz von Bronckhorst entgegen mit der Bitte, ermöge ihnen die St. Annakirche einräumen. Bronckhorsterhielt jedoch durch den General Rosa Weisung, dass erin der Stadt Alles beim Alten lassen solle. Unter Bronck-horst wurden an dem Jesuitenkollegium sowie hinter derRentmeisterei neue Bollwerke angelegt; die Vorstädte vorKöln-, Ober- und Holzthor, sowie alle im Bezirk der Stadt