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seinen Truppen in Düren Winterquartier. Die Stadt hattesich anfänglich geweigert, die Truppen aufzunehmen, musstesich aber dazu nach kurzem Bombardement vom Krausbergher bequemen. Die Vorstädte wurden auch bei dieser Ge-legenheit regelrecht geplündert, in der Oberthorvorstadtund speziell am Eschthore, wo bis dahin eine grössereBebauung vorhanden war, wurden die Häuser in Brandgesteckt. Düren hatte 3 Vorstädte, nämlich vor dem Über-thor, vor dem Kölnthor und vor dem Holzthor. Erstereging bis zur heutigen Eschstrasse und dem Kurtenbachs-hof und vom Oberthor bis in die Bonnerstrasse, dort, woheute der freie Platz an der Oststrasse sich befindet undehemals das Gotteshausthor (so benannt nach der Gottes-hauskapelle der Karmeliten) stand. Die Vorstadt amKölnthor oder der Kölnsteinweg endete am Kapellenthor(so benannt nach der Dreifaltigkeitskapelle der Kapuziner),die Vorstadt am Holzthor ging bis zur heutigen Holzstrasse.Die Mühle am Holzthor wird schon in einer Urkunde vomJahre 1241 als nächst der Holzpforte gelegen erwähnt.Die Vorstädte wurden 1543 zerstört, erstanden aber wie-der, 1642 erlitten sie abermalige völlige Zerstörung.
Am 17. Januar 1642 wurden die kaiserlichen Trup-pen, welche Graf von Lamboy und Franz von Mercy be-fehligten, auf der Tönishaide bei Kempen von dem fran-zösischen Oberbefehlshaber Grafen von Guebriant totalgeschlagen. Es begann damit die letzte und für unsereGegend schrecklichste Zeit des 30jährigen Krieges, als ,,dieunkristliche Union zwischen Frankreich, Schweden, Hessenund anderen unkatholischen Fürsten und Herren gegen dieunirten Fürsten sich opponirt, und eine grosse Uneinigkeit,Krieg und Elend im römischen Reich entstanden." Nachihrem Siege ergoss sich der wilde Schwärm der wei-marisch-hessischen Truppen in das kurkölnische und dasvon Vertheidigern fast ganz entblösste „neutrale" JülicherLand. Jülich, Hambach und andere feste Orte nahmen sieohne Weiteres in Besitz, Städte und Dörfer wurden ver-wüstet, und am 21. Februar schlössen sie unter GeneralRosa auch Düren ein. Es wurden Batterieen aufgeworfen,