Druckschrift 
Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
Entstehung
Seite
134
Einzelbild herunterladen
 

134

Terrains, darunter ein Vikariehaus, vom Magistrat. Ausser-dem erwarben die Schwestern 1643 das Haus am Eingang

des Bongard, dem Kapuziner-kloster gegenüber, und als beider Belagerung Dürens durchdie Hessen das Annuntiaten-Kloster in der Zehnthofgassein Gefahr stand, bewohnten siedieses neuerworbene Haus einJahr lang. 1655 verkauftensie aber dieses Haus für 1200Thaler an die Familie Kannen-giesser. Am 7. Sept. 1659wurde der Grundstein zumneuen Kloster gelegt durch denAmtmann von Düren, BaronMarsilius von Pal and, wel-chen Stein vorher nach feier-lichem Hochamte der Franzis-kanerprediger P. Daubach ge-weiht hatte. Der Klosterbauward 1660 vollendet, und 1662 wurde die Kirche durchden Franziskaner-Guardian eingeweiht. Viele reiche Kauf-mannstöchter aus Düren traten in dieses Kloster ein, wel-ches sich vieler Zuwendungen seitens des Pfalzgrafen zuerfreuen hatte. Die Mitgift beim Eintritt in dasselbe be-trug anfänglich 600, später 500 und im Jahre 1700 betrug sie1000 Reichsthaler ausser den übrigen Einkleidungskosten.Die letzte Oberin, unter welcher, das Kloster durch dieFranzosen aufgehoben wurde, trug ihr klösterliches Habitweiter und lebte, von der Welt zurückgezogen, mit einerOrdensschwester nach ihren Ordensregeln bis 1836.Das in der Marienkirche befindliche hl. Grab stammtaus dem Annuntiatenkloster, dessen Kloster- und Kir-chen-Gebäulichkeiten nach der Aufhebung in Privatbe-

Fabrik- resp. Lagerräume kamen. Everhard

das Kloster 1804 und richtete daselbst

Branntweinbrennerei ein. Die nicht uninteressante

sitz alsDeutgen kaufteeine