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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
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mit Zustimmung von Bürgermeister und Rath die Schau-bühne, des Gymnasiums wieder im Rathhause auf, dessenganze Südseite der Weierstrasse entlang früher auch aufdem ersten Stock ein geräumiger Saal einnahm. DieBühne trug die Inschrift: SenatVI aC popVLo MarCo-DVrano. Das Schuljahr wurde im Herbste regelmässigmit Prämienvertheilung und dramatischer Aufführung ge-schlossen. Unter den Jesuitendichtern nimmt eine nam-hafte Stelle der 1656 zu St. Vith geborene, 1707 hier inDüren verstorbene P. Paul Aler ein, Verfasser des sehroft von Neuem aufgelegten graclus ad Parnassum und einerReihe von Dramen, Gelegenheitsgedichten u. s. w. (vgl.Forts, d. Mat. S. 778).

Die Jesuiten behielten das Dürener Gymnasium biszur Aufhebung ihres Ordens im Jahre 1773 und als Ex-jesuiten noch weiter über diese Zeit hinaus. Im Jahre1779 wurde für die Exjesuiten-Kongregationen von Jülichivnd Berg eine eigene Hausordnung erlassen. 1787 reichteder Schultheiss Daniels zu Linnich eine Vorstellung anden Kurfürsten ein, worin die Verlegung des Gymnasiumsvon Düren und Jülich nach Linnich beantragt wurde. Daserzeugte in diesen Städten eine hochgradige Aufregungund Entrüstung gegen die Minoriten zu Linnich. Die Fort-dauer des Gymnasiums in der grossen Ungunst der Zeiten umdie Wende des vor. Jahrhunderts ist den vereinten Arbeitenund Mühen der Exjesuiten einerseits und der thatkräftigenAnhänglichkeit der Stadt an dasselbe anderseits zu dan-ken. Die Stadt fand an den Exjesuiten aufopferungsvolleMänner, die auch, nachdem die französische Herrschaft imJahre 1798 ihnen Alles geraubt, ausharrten (Forts, derMat. S. 816 ff). Der Stadtrath bewilligte für den Prä-fekten und jeden der 5 Professoren je 300 Francs jähr-lich als Gratifikation. Er beantragte aber in der Sitzungvom 26. Oktober 1816, dass jeder bemittelte Student fürden jährlichen Unterricht, für Feuer und Licht sowie für dasSilentium 36 Francs bezahle, welche in die gemeinschaft-liche Kasse der Kongregation fliessen sollten, die dann dieVertheilung nach Massgabe der Arbeiten unabhängig vom