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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
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sen die kirchliche Feier. Darauf wurde den einheimischenwie auswärtigen Gästen ein Frühstück geboten und einFesttrunk gereicht. Der Magistrat gab seinerseits ein herr-liches Festmahl am 27. Dezember und erwies sich auchim Uebrigen gegen die Anstalt munifizent, was den Je-suiten bei ihrer durch die lieber Winterung hessischer und denDurchzug anderer Truppen bedrängten finanziellen Lagebesonders erwünscht kam. Im Laufe des Jahres mussten8 Schüler wegen Ungehorsams ausgeschlossen werden. ImUebrigen erwähnen die Annalen wiederholt das gute Ge-deihen der Anstalt, die Zufriedenheit mit den Schülernund deren erhebliche Zahl. Als Theaterstück wurde auf-geführt: ,,Die drei chinesischen Märtyrer: Joseph, Johan-nes und Franziskus", welche 1727 zu Peking im Gefäng-niss hingerichtet worden waren. Die Jesuiten haben allerWahrscheinlichkeit nach schon bald, nachdem sie die An-stalt im Jahre 1636 übernommen, durch dramatische Dar-stellungen, wie sie von ihnen gepflegt wurden, die Feier-lichkeiten zum Schlüsse des Schuljahres zu heben gesucht.Die erste bekannte Aufführung ist die des Jahres 1671,betitelt:Franz Borgia"; 1682 wurde ,,Ricimer" gegeben,1684Herodes Agrippa in seinem Glück und Unglück".Ein Theaterzettel von 1761 ist noch vorhanden. Es wurdegegeben:Elvire. Ein Schauspiel, von einer auserlese-nen Jugend der fünften Schule bei den Vätern der Ge-sellschaft Jesu zu Düren auf öffentlicher Schaubühne vor-gestellt, da aus besonderer eigener Freigiebigkeit der Hoch-und Edelgeborenen und hochgelehrten Herren, Herren Bür-germeister, Schöffen und Rath der Hauptstadt Düren die gol-denen Bücher den Wohlverdienten ausgetheilt wurden imJahre 1761, den 24. und 25. Herbstmonats. Köln, gedrucktbei Ludwig Schorn neben der Jesuitenkirche." DieKosten der Aufführungen waren für die damaligen Zeit-verhältnisse öfters nicht unbedeutend und meistens wurdensie, wie auch häufig die eben erwähnten Schulprämien,von wohlhabenden Personen bestritten, so z. B. 1684 vondem Grafen Johann Arnold von Schellart zu Gürzenich.1766 schlugen die Jesuiten nach längerer Unterbrechung

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