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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
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ner Jesuitenkollegiums und unserer Stadt überhaupt sehrbedeutungsvolles. Einerseits stand Düren damals unter demZeichen des Würgengels, anderseits fällt in das Jahr1636 die Begründung des Dürener Jesuiten-Gymnasiums.Wie sehr die Pest damals grassirte, geht wohl allein ausder Thatsache hervor, dass 1636 in der kleinen Jesuiten-niederlassung nicht weniger als 4 Patres und 3 Laien-brüder starben. U. a. starb Pater Sigismund Lehm, einDürener. Er studirte in Löwen Jurisprudenz, dann Theologieund Philosophie, und kehrte als Vorsteher des Gymnasiums(Gymnasiarcha) nach Düren zurück. Er war aus Gesund-heitsrücksichten mit zwei andern Magistern nach Nörve-nieh gesandt, kehrte aber, sich unwohl fühlend, von dortzurück und starb im Kloster zur hl. Gertrud in der Plätzer-gasse am 17. November, Morgens 6 Uhr. Er wurde vordem Hochaltar in der Annakirche beigesetzt. Schon amfolgenden Tage starb der Vicesuperior Eberhard von Mei-rahclt im Alter von 37 Jahren, der letzte seines Geschlechts,in seinem elterlichen Hause. Durch ihn erhielt die Resi-denz ein ziemliches Vermögen, das er für den Unterhaltder Lehrer des zu errichtenden Gymnasiums verwendetwissen wollte. Zuletzt starb Christian Sodermann ausHeinsberg, 37 Jahre alt, ein Laienbruder. Er starb imHause der Familie Meirahdt, wohin er sich bei Beginn derKrankheit zurückgezogen hatte, am 29. November undwurde am selben Tage mit Pater Meirahdt in dessen Fa-miliengruft vor dem St. Jodokus-Altare auf dem Choreder St. Annakirche beigesetzt.

Wie oben gezeigt, hatte der Volksschul-Unterricht inDüren sowie auch der lateinische Unterricht früher zumgrössten Theil in den Händen der Karmeliten und Franzis-kaner gelegen. Daneben bestand aber auch eine höherestädtische Lateinschule, an welcher bereits im Jahre 1358vom Magistrat ein Lehrer, Wilhelm Theodor Paul, ange-stellt war. Das Schiügebäude befand sich vor Alters amKölnthor und war dort 1414 Simon Glasmacher aus Dürenstädtischer Lehrer. 1543 stand der städtischen SchuleRector Martin Hufschmied, ein strenger Mann, der gute