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Schüler heranbildete, mit 2 Magistern vor. Zu dieser Zeit lagdas städtische Schulgebäude am Eingang zum Höfchen, ander sog. Brandroster. Dasselbe brannte in der Belagerungvon 1543 völlig ab, wurde aber binnen 2 Jahren wieder-hergestellt. Von der Lateinschule führte der Platz südlichvon der Kirche den Namen „Lateinischer Kirchhof." DerKirchhof befand sich nämlich damals noch zu beiden Sei-ten der Annakirche.
Die lateinische Schule hatte 4 Klassen. Die untersteKlasse lernte das Alphabet und die sonstigen Anfangs-gründe, die beiden folgenden Klassen lernten Grammatik,die oberste Klasse las lateinische und griechische Schrift-steher. Am 1. Januar 1555 wurde Meister Heinrich Zilmansauf ein Jahr vom Rath als Schulmeister angenommen, derdem Chor und der Schule getreulich vorstehen sollte. Ihmwurden an Schulgeld 75 Thaler garantirt, wovon er die„Untermeister" auf seine Kosten verpflegen musste. DerB,ector Zilmans sollte die Schule selbst bewohnen und denGarten in der Zehnthofgasse benutzen. Die Lehrer wohn-ten Sonnabends und an Festtagen der Vesper und dem SalveRegina sowie täglich mit den Schülern dem feierlichen Hoch-amt in der Annakirche bei. Die Pauperes mussten aufVerlangen des „Offermannes" beim Läuten behülflieh sein.Privatunterricht durften die Lehrer der Stadtschule nichtertheilen, auch war die Annahme „deutscher" Schüler derLateinschule verboten. Die „Intranei" wurden in ihren„Rockelen" zur Kirche geführt. Der Unterricht schlossregelmässig mit einer Gesangstunde. Durch Rathsbeschlussvom 23. Nov. 1590 wurde dem Rector der Schule einGehalt von 50 Reichsthaler und eine Rente von 5 MalterRoggen zugesichert, ausserdem bezog er das Schulgeld,wovon er seine Lehrer bezahlen musste. Später ging dieSchule an die Jesuiten über, welche das Gymnasium mit5 Klassen einrichteten (vgl. Urk. Mat. S. 401—402).
Neben der lateinischen Stadtschule bestand hier-selbst aber auch schon frühe eine „deutsche Schule",sog. Trivial- oder die spätere Elementarschule. Sie lagam „deutschen Kirchhof" und war eine Knaben- und Mäd-
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