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ten die übrigen Religiösen, besonders die Franziskaner.Diese fühlten sich verletzt, weil sie bis dahin jedenSonn- imd Feiertag 1 Uhr Mittags Predigt und auchsonst Dienst in der Annakirche gehalten und nun ver-drängt werden sollten. In der Franziskanerkirche warbis dahin Sonntags Nachmittags nur Katechese gehal-ten worden. Auch wegen der Studenten und des Vor-tritts bei Bittgängen und Prozessionen entstanden Zwistig-keiten. Aber, so bemerkt der Annalist, constans innocentisanimi virtus omnium victrix est, und die Väter setzten ruhigihre seelsorgliche Thätigkeit fort. Besonderes Verdienstfür den Erfolg derselben wird den Kongregationen derseligsten Jungfrau und der hl. Mutter Anna zugeschrieben.Doch sahen sich Bürgermeister und mehrere Senatorenveranlasst, aus der Sodalität auszutreten; man hatte näm-lich verleumderischer Weise das Gerücht verbreitet, alsseien die geheimen Räthe gehalten, dem Präses des Ma-rianischen Kollegiums die Senats Verhandlungen zu offen-baren. In diesem Jahre wurde zuerst der Gebrauch ein-geführt, die Laudes der allerseligsten Jungfrau und derhl. Anna an den Sonntagen zu singen. Auch trat zu denbestehenden Sodalitäten eine dritte für unverheirathetePersonen weiblichen Geschlechtes unter dem Schutze derhl. Ursula hinzu. Das Annafest wurde wiederum untergrosser Feierlichkeit abgehalten: in Folge eines Erlassesdes Bürgermeisters betheiligten sich die städtischen Behör-den an der grossen Prozession. Auch von Aussen war derZudrang bedeutend. Unter den fortdauernden Kriegs-Ka-lamitäten wurden unter grossartiger Betheiligung seitensder Bevölkerung öffentliche Gebete angekündigt: an denMittwochen zur hl. Anna, Donnerstags zum hh. Sakra-mente, Samstags zur Mutter Gottes. Prozessionen zurMutter-Gottes-Kapelle vor der Stadt, wie auch innerhalbder Mauern wurden verschiedentlich abgehalten. Einekleine Rangstreitigkeit bei einer solchen Prozession (amFeste Christi Himmelfahrt) zwischen den Franziskanernund den Jesuiten wurde durch das Generalvicariat zu Kölnbald zu Gunsten der Letztern, die aus Furcht vor Aerger-