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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
Entstehung
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der der Gesellschaft Jesu um zwei vermehrt. Die EndeMärz des verflossenen Jahres errichtete Bürgersodalitätder seligsten Jungfrau und der hl. Mutter Anna wurde inRom bestätigt, mit geistlichen Privilegien ausgestattet undder römischen Erzbruderschaft unter dem Titel der Ver-kündigung Maria unter Anrufung der unbefleckten Em-pfängniss durch Diplom einverleibt., Das Diplom langteAnfangs Dezember in Düren an, wurde auf Verlan-gen des Sodalitäts-Vorstandes in der Annakirche ausge-stellt und am Feste der unbefleckten Empf ängniss, welchesdurch vollkommenen Ablass für die Mitglieder ausgezeich-net war, feierlich promulgirt. Der Tag wurde glänzend ge-feiert. Auch die im vorigen Jahre begründete Frauen-Kon-gregation, obwohl noch nicht bestätigt, trug ihre reich-lichen Früchte. Ueberhaupt nahm die Marien-Verehrungin ungeahnter Weise zu. Diese umfassende Thätigkeit derJesuiten verfehlte aber nicht, Widerstand hervorzurufen.Die Jesuiten Hessen sich aber in Fortsetzung ihrer gewohn-ten Thätigkeit nicht beirren. Das Winter- und Sommerfestder. Mutter Anna wurde auch im Jahre 1631 festlich untergrosser Theilnahme aus der ganzen Umgegend begangen.Die Annakirche erhielt im Innern eine Raumerweiterungdurch Wegnahme des Altars im Mittelschiffe. Der Chorwurde vom Schiffe durch ein eisernes Gitter getrennt. DerHauskapelle wurde ein eichener Altar geschenkweise zuge-wendet. Eine Scheune mit Fruchtspeicher und anliegendemGarten wurde um den Preis von 350 Reichsthalern vonden Vätern erstanden, wodurch die Klausur der Residenzeinen Abschluss erhielt.

Superior des Jahres 1632 war Pater Wilhelm Hamp-teau, Bürgermeister der Stadt Herr Bernard Im Hove. ImGanzen bestand die Residenz aus 3 Patres und 2 Laien-brüdern. In diesem Jahre wurden durch die Jesuiten 6Konversionen bewirkt. Die Agitation gegen die Väter hörteauch jetzt selbst von katholischer Seite nicht auf. Es wur-den Versammlungen gehalten zu dem Zwecke, die Jesuitenaus den Schulen und aus dem Pfarramte, zu verdrängen.Unter den Ge°nern der Gesellschaft waren nicht die Letz-