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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
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veranstaltet wurden und denen sich auch die Mitglieder desMagistrats anschlössen. Insbesondere wurde zur dankbarenErinnerung an die vor 130 Jahren von Mainz aus vollzo-gene Translation des Annahauptes ein festlicher Aufzug ver-anstaltet, wie er seit 60 Jahren nicht mehr gesehen wor-den. Auch wurden in diesem Jahre die beiden Sodalitätender Bürger und der Frauen unter dem Titel der seligstenJungfrau Maria und der hl. Mutter Anna errichtet. Bür-germeister, Räthe und viele aus dem vornehmen Bürger-stande meldeten sich zur Aufnahme an. Auch wurde dasFest des hl. Ignatius, des Stifters der Gesellschaft Jesu,in diesem Jahre zuerst in solenner Weise gefeiert. DasFest Maria-Lichtmesse, seit einiger Zeit ausser Uebung ge-kommen, wurde mit dem Ritus der Lichterweihe wieder ein-geführt. Die Anna-Kirche, ehedem dem hl. Martinus geweiht,bot bei ihrem sonst prächtigen Bau damals ein trostlosesBild des Schmutzes und der Vernachlässigung; die Bilderder Heiligen und die Schreine der Reliquien befandensich in einem heruntergekommenen Zustande. Dem Allemwurde nun wirksame Abhilfe; auch wurden die abgenutz-ten Bänke durch neue ersetzt. Der Herzog von Jülicherwies auch in diesem Jahre den Vätern der GesellschaftJesu sein Wohlwollen durch verschiedene Geschenke. Deredle Herr BernardusMeyradt von Reifferscheidt vermachteder Dürener Residenz 5000 Thaler Kölnisch und 24 MalterWeizen jährlichs. Derselbe HerrMeyradt von Reifferscheidtsetzte seinen Sohn, der in die Gesellschaft eingetreten undauf sein Erbtheil hatte Verzicht leisten müssen, wieder inseine alten Rechte ein. Herr Hugo Mozancz von Hoidu,Oberster bei der Kaiserlichen Panzer-Reiterei, ein braverSoldat und eifriger Gönner der Gesellschaft, schenkte 25Reichsthaler.

Die grossherzige edle Freifrau von Gürzenich schickteeine Sendung von 1600 Steinplatten zum Belag des Ora-toriums der Sodalität, eine andere Dame ein Altarbild, dieMutter Anna mit ihrer hl. Tochter und ihrem göttlichenEnkel darstellend.

Im Jahre 1631 wurde die bisherige Zahl der Mitglie-