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der Schulen verhandelt, ohne dass vorläufig ein Resultaterzielt wurde.
Unter der allgemeinen Kalamität des Vaterlandes, demDurchzug der Spanier und Holländer und den Kontri-butionen kaiserlicher Heere, die ihre Winterquartiere inDüren bezogen, seufzte die Stadt, die von der anstecken-den Krankheit noch immer nicht verlassen war. Die Väterder Gesellschaft Jesu ermahnten die Einwohner nicht ohneErfolg zu religiösen Bussübungen: es wurden öffentlicheBittgänge unter grosser Theilnahme zur Gewinnung desvon Papst Urban VIII. ausgeschriebenen Ablasses ange-stellt. Von weit und breit wurde 1629 das Annafest ineiner früher nie geschonen Frequenz von frommen Pilger-schaaren besucht.
Im Jahre 1630 hielten kaiserliche Legionen, Fussvolkund Reiterei, das ganze Jülich'sche Land besetzt. Dürenwar durch Räubereien und militärische Lasten auf's Aeus-serste erschöpft. Schon hoffte es auf einige Ruhe, als einneuer Druck die Gemüther Aller entsetzte: neben 4 spa-nischen und ebenso vielen kaiserlichen Reiterschwadronenzogen 15 Kohorten burgundischen Fussvolkes unter demObersten Massir am 14. August 1630 in die von Schreckenerfüllte Stadt. Der Zustand der Truppen war schauder-erregend: wo sie hinkamen, lohnten sie ihre Aufnahme mitder Ansteckung ihrer scheusslichen Krankheit. So auchin Düren. Kaum waren die Quartiere bezogen, als dieTodesfälle sich unablässig folgten: an allen Enden derStadt trat unerbittlich der Todesengel auf.
Da gab es für die Väter der Gesellschaft Jesu, dieimmer noch nur zu zwei für die Seelsorge da waren, derArbeit in Fülle; es galt, die von der Ansteckung Befalle-nen zu trösten, die noch Gesunden, aber von VerzweiflungErfüllten aufrecht zu erhalten, gegen die Schlechtigkeit undInsolenz des Militärs anzukämpfen, den Sterbenden beizu-stehen. Und mitten in all' diesen Gefahren blieben diePatres unversehrt. Gross war die Betheiligung aus allenSchichten der Bevölkerung an den Prozessionen und Bitt-gängen, die innerhalb und ausserhalb der Stadt zahlreich