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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
Entstehung
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spitals gelegen, schmückten (wie dies die noch vorhandenenAkten nachweisen) der Kurfürst von Brandenburg, derFürst von Neuburg, die Grafen Sohns und Wittgensteinmit hohen in Glas gebrannten Wappen und Namen" aus.Der Kohbauch wurde jedoch bei den bald beginnendenVerfolgungen wieder in eine Fleischhalle verwandelt.

Die Verfolgungen hat jedenfalls schon der PredigerHermann von Giessen hereinbrechen oder sich erneuernsehen. Ihm folgte Johannes Hoffmann. Nach dessenTode wurde im Jahre 1624 Kaspar Fink aus Soest,vormals ein Jahr lang Prediger in Jülich, mit einemGehalt von 100 Kölnischen Thalern und freiem Haus-zins zum Prediger berufen. In seiner Vokations-Ur-kunde heisst es, dass die Gemeinde aus hochdringenderNoth in diesen beschwerlichen Zeiten wieder einer qualifi-cirten Person bedürfe, welche die erledigte Stelle wiedernach Gebühr vertreten könnte. Leider aber sah sich der-selbe, «weildas öffentliche Exercitium der Predigt gött-lichen Wortes durch Ihre Fürstliche Durchlaucht zu Neu-burg ernstlich und bei Vermeidung einer gewissen Strafist verboten worden", genöthigt, am 6. Juli 1628 die Stadtzu verlassen. In der Demissorialschrift wird ihm vom Ge-meindevorstand das Zeugniss gegeben,dass er die An-fechtung und Verfolgung der Feinde der Wahrheit, diesich oftmals wider ihn gesetzet, mit Standhaftigkeit aus-gestanden und denselben aus Gottes Wort schriftlich undmündlich begegnet habe." Am 6. April 1628 erging ausDüsseldorf ein fürstlicher Befehl auf die Klagen der Jesuitenan die Amtleute zu Düren wie auch an andere Beamte desLandes, dass die Prädikanten und Schullehrer unkatholischerReligion,welche nicht allein die einfältigen Seelen verleiten,sondern auch bei einem und anderen, bei welchem zur Con-version noch einige Hoffnung sein möchte, in dem Irr-thum stärken und die Bekehrung alles Vermögens verhin-dern, ab- und fortgeschafft und solch Predigen undSchulhalten alles Ernstes interdicirt werden". Man gingdurch erneuerte Mandate noch weiter. Es wurden auchdie Gemeindegliederals Fremdlinge und aus dem Reich