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Condition, sich zu vergleichen. Am 1. Dezember 1628wird der grossen Bedrängniss wegen beschlossen, nochzwei Monate mit den heimlichen Predigten einzuhalten.Am 15. August 1633 sucht man ein Predigthaus auf demdem Steinweg zu kaufen. — Der reformirte Kirchhof befandsich an der Ruhr. 1587 hatte dafür Ehefrau BernardLauterbach, Beatrix geb. Völlers, einen halben Morgen Landgeschenkt. Obgleich am 17. Juni 1624 das öffentlicheExercitium religionis wieder angefangen wurde, dauertendennoch bis zum Jahre 1672 die Bedrückungen mehr oderminder fort. Uebrigens erhielten die Reformirten, wie wiroben gesehen haben, schon 1642 den dauernden Besitzder Fleischhalle als Gotteshaus. Je nachdem protestantischeoder katholische Besatzung wechselte, entschied sich auchdie Stellung und wuchsen die Ansprüche der einzelnenKonfessionen. Selbst die Annakirche wurde wiederholt vonden Protestanten beansprucht, und die hessischen Soldatenhielten thatsächlich dort ihren Gottesdienst ab. Auch fan-den dort mehrfach protestantische Predigten statt, zuletztam 12. April 1684 die Controverspredigt des PredigersKrämer von Gemünd gegenüber den Franziskanern. DerMagistrat war zeitweilig sehr der neuen Lehre zugethan.Durch die Wirksamkeit der Franziskaner, besonders aberdurch die Jesuiten wurde das .bald wieder anders. Bezüg-lich der weiteren reformirten Prediger seit 1593 vgl. Mat.S. 336-337.
Die lutherische Gemeinde (Reinhard a. a. O. S. 12)zu Düren wurde im Jahre 1609 durch den bereits erwähn-ten Vergleich zwischen Brandenburg und Pfalz-Neuburgselbständig. Ihren ersten öffentlichen Gottesdienst feiertesie am Christfeste 1609 auf dem Rathhause. Im Jahre1611 wählte sie zu ihrem ersten Prediger Hermann vonGiessen. Er soll sogar von dem Herzog zum Predigerernannt worden sein. Von der Stadt aber wurde der Ge-meinde anfänglich die Rentmeisterei, hierauf der Koh-bauch zum Gotteshaus und das daneben liegende Haus„zur blauen Hand" dem Prediger zur Wohnung angewie-sen. Ersteres, auf der Stelle des früheren St. Agatha-