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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
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Obermeistern zur Bestrafung anzeigen; bei fortgesetztemUngehorsam entschied der Bürgermeister mit den Bei-sitzern.

Im Jahre 1770 wurden auf kurfürstlichen BefehldieAmbachtsbücher" revidirt und von den Zunftgenossen mitZustimmung des Magistrats in eine neue Ordnung gebracht.Die Zunftbücher der sieben Ambachten erhielten in denHauptregeln eine Form. Nach den Statuten der alten undder neuen Zunftordnung feierten die Zunftgenossen ihreWahl- und Brudertage mit Abhaltung eines Hochamtes undmit der Spende eines Malters Korn, zu Brod gebacken, andie Armen. Dergleichen Spenden hielt jedes Ambacht oftim Jahre. Die Strafgelder und Beiträge waren die Fondssolcher Spenden, (vgl. Mat. S. 658666.)

Bevor ein Knabe in die Lehre zunftmässig aufgenom-men werden konnte, musste der Meister denselben vorabvierzehn Tage in seine Werkstatt nehmen, um zu erfahren,ob der AspirantKraft und Fähigkeiten zur Erlernungdes Handwerks besitze". War dies der Fall, so stellte derLehrling sich vor der Zunftversammlung zur Annahme.Nach beendigter Lehrzeit, die bei den meisten Handwer-ken drei Jahre und bei einigen Handwerken nur zweiJahre dauerte, erhielt der Lehrling einenLehrbrief". Einzünftiger Geselle musste bei Aenderung seines Meisters denWechsel binnen vierzehn Tagen der Zunft mittheilen. AnSonn- und Feiertagen musste jeder Geselle Abends 9 Uhrin seinem Quartier sein. Lehrlinge durften nie die Wirths-häuser besuchen. Zur Erlangung des Meisterrechts war nochnöthig, dass der Geselle drei Jahre auf sein Handwerk gereistwar. Der neugewordene Meister mussteein Schild vonBlech" auf das Zunfthaus hängen, worauf sein Name ein-gravirt war. Wenn ein Kunde über bestellte und nicht ver-fertigte oder zu lange Zeit ausgesetzte Arbeit klagte, soward der säumige Meister vom Rath der Zunftgenossen mitl 1 /;, Gldg. bestraft. An Sonn- und Feiertagen durften dieWirthe vor Beendigung des Gottesdienstes nicht zapfen, essei denn einem Reisenden oder für einen Kranken. An Sonn-tagen, .Weihnachten und Allerheiligen war den Bäckern das