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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
Entstehung
Seite
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Unter diese sieben Rubriken musste nun das vielgestaltigeBruderschafts- und Vereinsleben der Bürgerschaft unterge-bracht werden. Zur Schmiedezunft wurde noch die „Ge-sellschaft von St. Quirimis-Bruderschaft" geschlagen, zuder die Goldschmiede, Kannengiesser, Ackerer und Müllergehörten, sowie die. St. Wilhelms-Bruderschaft. Den Ge-wandmachern wurden die Leineweber, die „Voller", sowiedie Bruderschaft vom hl. Kreuz beigefügt. In der Bier-brauergesellschaft sollen auch sein die Weinwirthe und dieFassbinder, zu den Bäckern wurden die Bruderschaftenvon St. Peter und St. Michael verordnet, welche Geschäfts-leute und Krämer umfasste. Unter die Schneider wurdenversetzt die Buntwirker, Tuchscherer, Kürschner, Hut-mächer, Barbiere, Wappensticker, Pelzarbeiter, Wundärzteund Glaser; den Schustern wurden die Fleischhauer, dieLederarbeiter, die Loher, die St. Anna-Bruderschaft unddie Flickschuster, dem „Hoxützen-Ambacht" aber die St.Katharina-Bruderschaft mit Zimmerleuten, Dachdeckernund Maurern, sowie die St. Bernards-Bruderschaft mit denPliesterleuten zugethan. Die Schöffen wählten auf einerGaffel, die ihnen beliebte, ebenso diejenigen Bürger, diekeinem Ambacht angehörten. Jede Zunft wählte jährlicham Ev. Johannestage, ,,in den Christhilligen Tagen", wodie „sämmtliche Gesellschaft" vertreten war, bei ihrem Eideine dem Landesfürsten, der Stadt Düren und den Ge-meindebürgern nützliche Person, den sog. „Siebenten" alsDeputirten zur Repräsentation. Fiel die Wahl der Zünfteauf einen, der „niet auss dem Ambacht were", so mussdieser sechs Viertel besten Wein geben. Diese Siebentenhatten in der Stadtverwaltung Sitz und Stimme in dergrossen Rathsversammlung. Bei ihrem Amtsantritt schwu-ren sie den Eid, „der Stadt Dheuren treu und hold zusein, der Gemeinde Anliegen und was sich derselben nütz-lich oder schädlich befinden werde, jederzeit dem Bürger-meister und einem ehrbaren Rath getreulich vorzubringen,und was der Stadt und Gemeinde dienlich, so viel wiemöglich zu befördern, was derselben aber schädlich, zuverhindern, einen Bürgermeister mitzuwählen, welcher der