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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
Entstehung
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hei- einen neuen Sturmangriff. Endlich musten die Düre-ner weichen; gegen Mittag rückten die kaiserliahen Trup-pen durch die Bresche zwischen Köln- und Wirtelthorin die Stadt, wo es zum heftigsten Strassenkampfe kam.Erst um 4 Uhr Nachmittags war der Kaiser völlig Herrder Stadt, und nun begannen die rohen Krieger das vomKaiser verhängte Strafurtheilzum abschreckenden Bei-spiel" durch Mord, Brand und Raub an der unglücklichenStadt zu vollziehen. Was von Gebäulichkeiten noch derZerstörung entgangen war, das wurde am 25. August vonübermüthigen Soldaten angezündet; nur das Kloster derFranziskaner, das Haus der Malteser und einige kleinereGebäude in der Philippstrasse und in der Kämergasse blie-ben auf den Befehl des KaisersParce ferro", welcher derVerwüstung Einhalt that, verschont. So büsste die blühend-ste Stadt des Jülicher Landes schwer ihren Trotz. DürensWohlstand war vernichtet, 2000 Menschen waren bei derVerteidigung oder durch das Racheschwert der Erobererumgekommen. Der verschont gebliebene kleinere Theilder Bürgerschaft nahm am 26. August auf Geheiss desKaisers wieder Besitz von der verödeten Stadt. An dem-selben Tage wurde auf Befehl des Kaisers die Reliquieder hl. Anna nebst den anderen geretteten kirchlichen Ge-genständen in die Klosterkirche der Franziskaner feierlichstübertragen. Der zum kaiserlichen Heere gehörige Erzbi-schof von Compostella trug das Allerheiligste, und ausserden Bürgern begleiteten die sämmtlichen Geistlichen undbei der Armee befindlichen Edelleute den Zug. Am 28.August setzte sich die kaiserliche Armee gegen Jülich inMarsch, Düren seinem Schicksal überlassend. Alle anderenStädte des Jülich-Clevischen Landes öffneten dem Kaiserdie Thore, und der Herzog musste durch eine demüthigeUnterwerfung zu Venlo am 7. September den Frieden er-kaufen: er musste geloben, seinem Bündniss mit Frank-reich zu entsagen, seine Ansprüche auf das FürstenthumGeldern aufgeben, sich mit der kaiserlichen Präfecturdarüber begnügen und dem Kaiser Treue und Gehorsamsowie insbesondere versprechen, die katholische Religion