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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
Entstehung
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c) Die Karmeliten vor dem Oberthor.

Die Karmeliten sollen bereits 1181, also kurz nachBegründung des Ordens, hierhin gekommen sein. Sicherist, dass 1359 Herzog Wilhelm I. von Jülich hier inDüren ein Karmelitenkloster nebst Kirche baute. Das-selbe lag links vor dem Oberthor auf den später sog. undjetzt bebauten Pastoratsgärten an der Bonnerstrasse undbestand ebenfalls bis ins 16. Jahrhundert hinein, wo esallmählich verschwand. Das erste Erscheinen der Karme-liten in Düren mag viel früher stattgefunden haben. Schonim Anfang des 14. Jahrhunderts scheint das Kölner Klosterein Absteigequartier in Düren gehabt zu haben. Am 14.Sept. 1317 schenkte nämlich der Karmeliten-Bruder Ma-thias von Düren vor dem Dürener Schöffengericht demPrior und Konvent zu Köln sein vom Vater geerbtes, amOberthor zu Düren gelegenes Haus. War schon durchSchenkung dieses Hauses der erste Grund zu einer Kar-melitenklosterniederlassung in Düren gelegt, so war dies-bezüglich noch weit wichtiger die 1329 erfolgte Erbauungder Sakramentskapelle vor dem Oberthor, welche 1359den Karmeliten als Klosterkirche überwiesen wurde.

Am 21. Juli 1328 hatten Diebe in der DürenerPfarrkirche die kirchlichen Gefässe gestohlen. Das hl.Sakrament fand man später vor dem Oberthor. ZurSühne errichtete man dort eine Kapelle. Es scheint, dassder in der Folge zum ersten Herzog erhobene Graf Wil-helm von Jülich der Erbauer der Kapelle war, da ihmdas Patronatsrecht bei derselben zustand, auf welches erbei der Uebertragung zu Gunsten des Karmeliten-Ordensverzichtete. Auch hätte der Herzog die Kapelle den Kar-meliten nicht schenken können, wenn er nicht der Eigen-thümer, d. h. der Erbauer derselben gewesen wäre. DerBau der Kapelle scheint im Jahre 1328 begonnen und imfolgenden Jahre vollendet worden zu sein. Am 13. März1329 beauftragte der Erzbischof Heinrich von Köln denTitularbischof Johann von Scopia, die neuerbaute Sakra-mentskapelle vor den Mauern der Stadt Düren an seinerStelle einzuweihen, (vgl. Koch a. a. O.)