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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
Entstehung
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den Wappenschild mit dem schrägen Johanniterkre uz hält.In der südlichen Wand der alten Kirche findet sich ingothischer Steineinfassung noch heute die alte eisenbe-schlagene Sakristeithüre. Links oberhalb derselben siehtman noch die Reste eines ebenfalls gothischen Kirchen-fensters. Ausserdem sind in den Seitenwänden noch zweijetzt zugemauerte Rundfenster zu sehen, sowie einzelneTheile früherer Einfassungen eingemauert.

Das sind die einzigen Ueberreste der ehemaligen, soberühmten Kommende Velclen auf der Ruhr; das Gut istheute Eigenthum der Erben Felix Heinrich Schöller.

b) Das Benedictinerkloster imParadies".

Nur der Name blieb erhalten von dem in der Nähevon Velden gelegenen Wilhelmitenklosterzum Para-dies" vor dem Philipps-Thor. Im Jahre 1252 kameneinige Mitglieder dieses 1156 vom Herzoge Wilhelm vonAquitanien nach den Regeln des hl. Benedictus gestiftetenOrdens nach Düren. Sie trugen weisse Kleidung mitschwarzem Scapulier und brachten das Haupt ihres Stif-ters als Reliquie mit nach Düren. Anselm von Drove,Erbvogt von Düren, schenkte ihnen sein vor dem Philipps-thor belegenes Hauszu seinem Seelenheile, um nachdiesem Leben in's himmlische Paradies aufgenommen zuwerden"; hiervon schreibt sich der Name des Klosterszum Paradies" her, und noch heute heisst die dortigeFlur das Paradies, die Paradies-Gärten.

Das Kloster der Wilhelmiten, auch Benedictiner ge-nannt, entfaltete eine grosse Freigebigkeit gegen Armeund Durchreisende. Die Herzöge von Jülich kamen infrüherer Zeit öfters im Jahre dorthin, um die hl. Sakra-mente zu empfangen. Sie wohnten dann gewöhnlich aufdem benachbarten Rittergut Veldenstein. Das Kloster,welches sich ursprünglich seinen Unterhalt erbetteln musste,wurde allmählich besser dotirt. Im Jahre 1353 erhielt esvom Ritter Werner von Echtz das Patronatsrecht der Kirchezu Gürzenich. Am 1. Mai 1359 wurde durch den Erz-bischof Wilhelm von Köln dem Kloster die Pfarrkirchevon Gürzenich vollständig inkorporirt und übertragen.