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aber seitdem nur von dem Kommandeur bewohnt; in derFolge wurde Velden einer anderen Kommende einverleibt,in der letzten Zeit mit der von Nideggen vereinigt. ImJahre 1622 war Konrad Schuffard von Merode Komman-deur in Velden und Herrenstrunden. 1720 genoss Frei-herr von Rhede, Kommandeur zu Herrenstrunden, dieGüter von Velden, 1734 der kaiserliche General und Mal-theser-Kommandeur Freiherr von Wachtendonk, 1746 warJoh. Theod. Castell Verwalter von Velden. Die beidenLetzteren waren mit dem Dürener Magistrat lange Jahrein Verhandlungen wegen der ihnen von Karl IV im Jahre1378 auf Freitag nach Matthias-Tag gegebenen, später vonRudolph IL bestätigten Privilegien und Freiheiten. 1772war Kornelius Kamp Verweser der Ordenshäuser zu Vel-den und Nideggen. Das Haus am Holzthor blieb nebendem Kloster zu Velden als Maltheser-Ordens-Residenz beste-hen, (vgl. Quix, Beiträge zur Gesch. d. Stadt Aachen S. 126.)
Das adlige Prämonstratenserinnen-Kloster zu Füsse-nich bei Zülpich musste jährlich ein Fuder Wein dem Kom-mandeur und dessen Brüdern zu Velden geben, worübersich aber die Nonnen beim Erzbischofe Siegfried von Kölnbeklagten. Der Streit dauerte schon mehrere Jahre, alsder Erzbischof 1290 die Schlichtung desselben dem Dechan-ten und dem Scholaster der Abtei Werden übergab. Diesetrugen dem Pfarrer von Düren auf, dem Kommandeur unddessen Brüdern zu befehlen, am Montag, St. Agatha-Tag,vor ihm in ihrer Kirche zu erscheinen und sich zu ver-theidigen. Der Ausgang dieser Streitsache ist unbekannt.
Die Franzosen verkauften die Kommende Velden 1802als Domaine. Ein in die nördliche Scheunenwand einge-setzter Stein trägt die Inschrift H. L. D. 1802. Die Kirche,an der Nordseite des Klosters gelegen, wurde demolirt,schon bald waren nur mehr einige Ueberreste zu sehen,jetzt ist der untere Theil der Kirche zu Oekonomiege-bäuden links, wo man in den Veldenerhof gelangt, umge-baut. Hier ist das einfache alte Kirchenportal und überdemselben das Johanniter-Wappen erhalten. Letzteres be-steht aus einem achteckigen Stern, welcher in der Mitte