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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
Entstehung
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Letztere befand sich auf der Stelle des heutigen Pfarrgar-tens daselbst und besass einen Hof bei Nideggen und einenzu Zülpich, ferner die Patronatsrechte der Kirche zu Nideg-gen und St. Peter in Zülpich. Im 18. Jahrhunderte wurdenihr die Besitzungen der ehemaligen Kommende Velden bei Dü-ren einverleibt. Dass man seit dem 18. Jahrhundertauch den Johanniter-Ordens-Rittern den Namen Temp-ler insgemein beigelegt, hat Anlass zu der irrigen Meinunggegeben, als wenn die Besitzungen des Johanniter-Ordensin unseren Gegenden vorher dem im Jahre 1312 gewalt-sam aufgehobenen Tempelherrn-Orden gehört und Templerdieses Ordens in unserer Gegend gewohnt hätten. Diegenannten Kommenden waren indess Tlrstiftungen für denJohanniter-Ritter-Orden, welcher unter dem zu Heiders-heim im Breisgau wohnhaften Hochmeister dieselben biszur allgemeinen Säkularisation der Stifter, Klöster u. s. w.durch die Franzosen besessen hat. Die Johanniter trugenschwarzen Mantel mit weissem Kreuz und zerfielen in3 Klassen: 1) Priester, 2) Ritter, welche Schwert und Pan-zer über das Ordenskleid anlegten, 3) dienende Brüderzur Krankenpflege wie zum Dienste im Felde. Die Jo-hanniter-Kommende Velden, das älteste Kloster Dürens,lag ausserhalb der Stadtmauern vor dem Philippsthorin der Nähe der Ruhr. Noch heute weisen die Bezeich-nungen Veldenerstrasse und Veldenerhof, welcher auf derStelle des ehemaligen Klosters steht, darauf hin. EheDüren mit Mauern umgeben war, also vor 1124, bewohn-ten die Malteser nahe am Holzthor ein Haus. Späterhin er-bauten sie Haus nebst Kirche zu Velden. Zum Kloster gehör-ten ungefähr 80 ] / 2 Morgen freie und 4'/ 2 Morgen steuerbareGründe. Die Insassen waren Regularpriester des Ordens deshl. Johannes Baptista. Bei der Belagerung und Einnahmeder Stadt Düren durch Karl V. im Jahre 1543 wurdenihre Gebäude mit der Kirche gänzlich zerstört, die Mit-glieder theils ermordet, theils weggejagt. Nach herge-stelltem Frieden wurden Kirche und Kloster vom Kom-mandeur Johann Zeyrsch, welcher im Chor der Franzis-kaner- (heutigen Marien-) Kirche ruht, von Neuem gebaut,