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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
Entstehung
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Durchgang, wann nöthig, vor. Hier ist also ausdrück-lich vom Stiftshofe zu Düren in der Nähe der Stadt-mauer nicht weit vom Philippsthor die Rede. Am 3. De-zember 1331 quittirten Richter, Schöffen, Rath, Bürger-meister und Bürgerschaft der königlichen Stadt Düren demKapitel des Marienstiftes zu Aachen über einen freiwilligenGeldbeitrag desselben zur Reparatur des Daches der Dü-rener Pfarrkirche \md sprechen das Stiftskapitel von derVerpflichtung dazu ausdrücklich frei.

Während der Regierung des Herzogs Wilhelm IV.traf 1486 Kaiser Maximilian in Düren auf der Reise nachAachen am 4. April ein und wohnte in der Pfarrkircheder hl. Messe bei.

Das Stift in Aachen hatte die Kirche zu Düren biszur allgemeinen Suppression der geistlichen Institute imJahre 1802 im Besitz. Daraus, dass schon Mitte des vier-zehnten Jahrhunderts in Düren viele kirchliche Benefizienbestanden, geht hervor, dass schon damals ein reges kirch-liches Leben hierorts blühte. Dazu trugen wesentlich dievielen Ordensniederlassungen hierselbst bei.

a) Die Kommende Velden.

Das älteste Kloster in Düren war das der Malteser-ritter oder Johanniter. (Aschenbroich, S. 112. Mat. 292 ff.)

Graf Wilhelm IL von Jülich; welcher im Jahre 1207auf der von ihm erbauten Burg Nideggen starb, hatte,als er sich als Kreuzritter im Morgenlande befand, dem1070 gestifteten Ritter-Orden der Hospitaliter oder Jo-hanniter, welcher ebenso wie die Tempelherren und derdeutsche Orden unmittelbar als geistlicher Ritterorden ausden Kreuzzügen hervorging, die Kirchen zu Siersdorf undzu Nideggen geschenkt; Erzbischof Engelbert I. von Kölnbestätigte und regelte die Schenkung dieser Kirchen imJahre 1220, und der Nachfolger Wilhelm's IL in der Graf-schaft Jülich, Wilhelm III., bestätigte die Schenkung seinesVaters im Jahre 1225. Diese Schenkung hat den Grundgelegt zu der Deutsch-Ordens-Kommende zu Siersdorf undder Johanniter- oder Malteser-Kommende zu Nideggen.