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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
Entstehung
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so die Grafen von Virneburg, Sponheim und der Edelherrvon Tomberg, nach Nideggen eilten, um der bedrängtenGräfin Kichardis Hülfe zu bringen, hielt sich Siegfried inder stark befestigten Burg Zülpich auf und suchte vondiesem Punkte aus das Land zu behaupten. Düren musstesich dem Schutze des kriegerischen Siegfried von Kölnunterwerfen. Auch Zülpich und Aachen, welche demErzbischofe besonders ergeben waren, wurden von denJülichern vergeblich belagert, bis endlich am 14. Oktober1279 durch Vermittelung des Papstes Martin IV. zu Pings-heim der Friede zu Stande kam. Die Jülicher erken-nen darin zwar an, dass ihre Vorfahren Schloss Nideggennebst 24 Hufen Landes dem Erzbischof Philipp (1168bis 1191) für 1600 Mark zum Eigenthum übergebenhätten, für welche ihnen damals die erzbischöflichen HöfePattern und Eödingen bei Jülich verpfändet worden seien.Nideggen sei und bleibe Eigenthum der Kölner Kirche unddie Grafen empfingen es von ihr zu Lehen, wie sie es vonAlters her empfangen hätten. Die Bemühungen Siegfrieds,Düren für das Territorium der kölnischen Kirche völlig zugewinnen, waren aber gescheitert. Düren hatte in dieserFehde sehr gelitten, weshalb es mit anderen rheinischenStädten, so Jülich, Zülpich, Münstereifel, einen Landfriedenschloss.

Der Thronstreit zwischen Ludwig dem Baier undFriedrich von Oesterreich, den beiden Enkeln des KönigsRudolph von Habsburg, verwickelte den Grafen Gerhardvon Jülich in neue Streitigkeiten mit dem ErzbischofeHeinrich von Köln. Dieser stand auf Seite Friedrichs,während Gerhard IV., ebenso wie Graf Adolph von Berg,sich zur Partei Ludwigs geschlagen hatte. Wie sich GrafGerhard hierdurch einerseits manche Belohnungen undBegünstigungen seitens Ludwigs verschaffte, so zog er-sieh andererseits den Hass Friedrichs zu. Schon un-ter dem 20. September 1308 hatte Graf Heinrich vonLuxemburg auf den Fall, dass er zum römischen Königewerde gewählt werden, dem Erzbischof Heinrich von Kölnunter Anderem auch die Stadt Düren versprochen. Erz-