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von Reichssteuern erinnerte die Bürger Dürens schliesslichnoch an ihre ehemalige Reichsunmittelbarkeit. In dasStadtwappen kam zu dem Adler der Jülicher Löwe aufgoldenem Grunde hinzu, die Dürener Stadtfarben sinddaher schwarz-roth. (vergl. Grote, Münzstudien Band 7S. 382.)
Die Jülicher Grafen lagen in fast beständigen Fehden(vgl. Aschenbroich, Gesch. der alten Jülich'schen ResidenzNideggen, S. 19 ff.) mit den Kölner Erzbischöfen, beson-ders Graf Wilhelm IV. (1224—1278) mit dem ErzbischofKonrad von Hochstaden (1238—1261), dem Erbauer desKölner Domes. Konrad wurde gefangen genommen und9 Monate in Nideggen in Verwahr gehalten. Sein Nach-folger Engelbert IL von Falkenburg (1261 —1274) wurde1267 zwischen Zülpich und Lechenich besiegt und mit vie-len Anhängern gefangen genommen. Ueber 3 Jahre langschmachtete dieser Erzbischof in Nideggen in harter Ker-kerhaft, bis er 1270 auf Verwendung des sei. AlbertusMagnus aus der Haft befreit wurde. Am 4. April 1277schwuren Vogt Anselm, die Schöffen, Rath (consules), ma-gistri iurati und universi opidani von Düren dem folgen-den Erzbischof Siegfried Treue und Gehorsam, solangederselbe die Stadt wie weiland Graf Wilhelm von Jülichbesitze und bis er sich mit der Gräfin von Jülich und denErben vergleiche. Als nämlich der rauflustige und verwe-gene Graf Wilhelm IV. und seine beiden älteren Söhne am16. März 1278 zu Aachen im Kampfe mit der dortigenBürgerschaft erschlagen worden, fiel der kriegerische Erz-bischof Siegfried aus Eifersucht auf die Macht des JülicherHauses in das Jülicher Gebiet ein und nahm mit Ausnahmevon Heimbach und Nideggen die Städte und Vesten derGrafschaft, auch Düren: cepit opidum Düren et quasiomnia fortalicia et munitiones comitatus Juliacensis paucisexceptis, utpote Niedecken atque Heymbach. Die minder-jährigen Söhne des Erschlagenen, Graf Walram von Jülich,Gerhard, Herr von Caster und Bischof Otto von Utrecht,kämpften gegen ihn mit wechselndem Glücke. Währendmächtige Vasallen und Verwandte des Jülich'schen Hauses,