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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
Entstehung
Seite
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Schild und Schwert als Zeichen der reichsstädtischen Frei-heit. Düren wurde während der Reichsunmittelbarkeit stets,auch noch lange nach der Verpfändung an die Herren vonJülich, in der Person seines Bürgermeisters und Rathes zuden Reichstagen geladen. Als freie Reichsstadt nahm esnach innen wie nach aussen einen mächtigen Aufschwimg.Es ist schade, dass uns aus jener grossen Zeit nicht mehrhistorische Nachrichten erhalten geblieben sind.Mankann die Zeit", sagen Linde und de Bruyn a. a. O. Seite 38,während welcher Düren die Reichsunmittelbarkeit ge-nossen, wohl füglich sein goldenes, und jene, währendwelcher es in Pfandschaft stand, sein silbernes Alternennen, denn als die Kaiser anfingen, die Stadt zuverpfänden, wurde sie fortwährend in die Fehden derGrafen und nachherigen Herzöge von Jülich verwickeltund von diesen mit Abgaben überbürdet. Anfangs bliebDüren in seinem Glänze, aber mit dem Anwüchseder Jülicher Landschaft und Landeshoheit ging seineBedeutung immer mehr und mehr mit jener der übri-gen Städte unter, die freilich nicht so viel eingebüsst, alsDüren durch den Untergang seiner Reichsunmittelbarkeit."Die Reichsstadt Düren wurde allmählich völlig zur Land-stadt herabgedrückt. Mehr als irgend eine andere Pfand-stadt wurde Düren mit dem Territorium des Pfandinhabersverschmolzen, wenn auch immerhin noch bis zum 14. Jahr-hundert in einzelnen Kundgebungen des Reichsoberhauptesdas Bestreben hervortritt, Düren nicht völlig der Reichs-gewalt entfremden zu lassen, (vgl. Loersch in der Zeit-schrift des Aachener Geschichtsvereins XVI, S. 191. 194.)Trotz der Mediatisirung Dürens war nicht jede Ver-bindung der Stadt mit der Reichsgewalt beseitigt. Nochim 14. Jahrhundert weisen die Bezeichnung des Gemein-wesens als des regale oppidum Durense, der Gebrauch desregale sigillum mit dem Brustbilde des Kaisers wie demReichsadler, das Gelöbniss der Schöffen, dem Fürsten vonJülich treu und hold zu seinvon wegen des römischenReichs" Worte, die auch in der Huldigungsrede derBürgerschaft enthalten waren, darauf hin, dass man der