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Durch die Stadtfreiheit angelockt, strömte eine MasseVolkes Düren zu. Dieses bestand theils aus freien Grund-besitzern, theils aus Leibeigenen, welche vermöge der städti-schen Privilegien der Hörigkeit ihres Herrn entgingen.Um sich nun gegen jeden Ueberfall zu schützen, um inden Kriegen, welche das deutsche Reich beunruhigten, sichnicht jedem Plünderer bloszustellen, umgaben die BürgerDürens ihre Stadt im Jahre 1124 mit Mauern und Boll-werken. Schon im Jahre 983 nannte Abt Regino von PrümDüren ,,Duria castra", was' auf frühere Befestigung derStadt hindeutet.
Im Jahre 1208 war Düren eine Zeit lang Residenzdes unglücklichen Kaisers Philipp von Schwaben, der balddarauf von Otto von Witteisbach bei Bamberg den Todes-streich empfing. Unter dem 3. Juni 1208 hat Philipp vonSchwaben apud Duram den Lüttichern ihre Freiheiten undRechte bestätigt.
Das Innere der Stadt erhielt gegenüber der karolingi-schen Villa schon bald ein ganz anderes Aussehen. Dieengbegrenzte karolingische Stadt hatte sich über Ober-strasse (Oyverstraisse) und Weierstrasse (Wijerstraisse)hinaus ausgedehnt, und bildeten bald Oberstrasse, Weier-strasse (der ehemalige Schlossgraben), Kölnstrasse, Weiler-,Wilre-, Wirteistrasse, auch Wirdilgasse genannt, Haupt-adern des Verkehrs. Diese Strassenzüge sind grundlegendfür die Ejitwickelung unserer Stadt geworden, weil siegrösstentheils die alten Römerstrassen von Köln nachAachen, resp. von Jülich nach Zülpich umfassen, welchesich hier in Düren beim Hauptmarkte schneiden. Vonder karolingischen Villa verlegte sich bei der späterenEntwickelung der freien Stadt um und neben der Burgder Mittelpunkt des Verkehrs, der Markt, das Rathhausin den Schneidepunkt jener alten Strassen. Wie in frü-heren Jahrhunderten die Königsburg den Mittelpunktder Stadt, um welchen sich Alles gruppirte, gebildethatte, so war es jetzt die städtische Burg, dasRath-haus, welches das Centrum des Verkehrs bildete. Vorihm stand auf öffentlichem Markte eine Rolandsstatue mit