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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
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fränkischen Synoden erschienen. Die Anwesenheit Karl'sdes Grossen in Düren ist auch für die Jahre 781 und 782bezeugt. Am 16. September 781 bestätigte Karl derGrosse im Reichspalast zu Düren dem Kloster St. Deniseinige Schenkungen und am 4. Juli 782 schenkte er hierin Düren der Kirche zu Fritzlar verschiedene Güter. Karlder Grosse starb am 28. Januar 814 und wurde im Münsterzu Aachen, welches er bei seiner dortigen Pfalz erbauthatte, begraben. Er war der alleinige Herr auch unsererStadt, deren Verwaltung er durch seinen Grafen ausübte;alles Eigenthum, soweit er es nicht der Kirche und demAdel zu Lehen gegeben, gehörte der Krone und die Ein-wohner waren hofhörige Unfreie.

Auf Karl cl. Gr. folgte dessen jüngster Sohn Ludwigder Fromme (814840), welcher am 1. Oktober 814 derAbtei Stablo-Malmedy die derselben von seinen Vorgän-gern geschenkten Kapellen und Zehnten von den Fiskal-gütern zu Düren, Bonn u. s. w. bestätigte. Nocb zuLebzeiten Ludwigs erhob sich unter seinen Söhnen Streitum die fränkischen Länder. Derselbe wurde durch denVertrag von Verdun 843 dahin beendet, dass Kaiser Lo-thar ausser Italien das Land zwischen dem Rhein einer-seits und der Scheide, Maas, Saöne, Rhone anderseits er-hielt. Karl der Kahle erhielt die Länder westlich vomReiche Lothars, Westfranken, Ludwig der Deutsche dieöstlich von Lothars Reich gelegenen, d. h. Ostfranken.Lothars Reich, Lotharingien, Lothringen, enthielt als ersteHauptstädte in Italien Rom, in Deutschland unsere Nach-barstadt Aachen. Neben letzterer stand die freie Reichs-stadt Düren in Ansehen, was durch mehrfachen AufenthaltKaiser Lothars I. in Düren bewiesen wird.

Am 15. Dezember 843 verlieh Kaiser Lothar I. vonDüren aus seinem Vasallen Jaimo 8 Mansus Lehengut imGau von Lyon als Eigengut, und im Jahre 851 schenkteder Kaiser dem Aachener Marienstifte die Nona oder denzweiten Zehnten vom Königsgut in Düren, welche Schen-kung später von seinen Nachfolgern wiederholt bestätigtwurde.