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Chronik der Stadt Düren : mit 12 Holzschnitten und einem lithographierten Stadtplan
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rend dieser Noth bis zur Erntezeit ernähren, und diejeni-gen, welche so viele nicht ernähren können, sollen nachihrem Vermögen drei, zwei oder einen ernähren. Diemächtigern Grafen sollen ein Pfund Silber oder etwas vongleichem Werthe als Almosen geben; die von mittelmässi-gem Vermögen ein halb Pfund Silber. Der Vassus (kgl.Beamte) soll von 200 Wohnungen ein halb Pf und Silber,von 100 Wohnungen fünf Soliclus, von 50 oder 30 Woh-nungen eine Unze Silber als Almosen geben. Auch sollensie und ihre Hausgenossen, und wer es immer thun kann,zweitägiges Fasten halten. Wer vom zweitägigen Fastenfrei sein will, muss, wenn es mächtigere Grafen sind, dreiUnzen, wenn sie von mittelmässigem Vermögen sind, an-derthalb Unze, und wenn sie ein geringes Vermögen ha-ben, einen Solidus geben und was oben in Betreff derhungrigen Armen gesagt ist, sollen auch sie thun. DiesesAlles, so es Gott gefällt, soll für den König, für das frän-kische Heer und wegen der gegenwärtigen Trübsal miteiner Messe zu Ehren des h. Johannes geschlossen werden."Binterim, pragm. Gesch. der deutschen Concilien II, S. 91 ff.Im Jahre 782 empörten sich die Sachsen von Neuemgegen die christlichen Missionare und die Einstellung indas fränkische Heer. Karl der Grosse zog daher seineTruppen im Dürener Banne zusammen und führte sievon hier nach Verden a. d. Aller, wo er die Sachsenstrenge züchtigte. An der Spitze der Verwaltung des Dü-rener Gaues stand als erster Verwaltungsbeamter der vomKönige je weil ernannte fränkische Graf, der den Gerichts-und Heerbann ausübte und nur den ausserordentlichenGesandten des Frankenkönigs unterstand. Unter dem Gau-grafen standen auf dem Lande die sog. Cent-Grafen, dieVorsteher der Hundertschaften. Bei den Synoden undReichstagen, welche letztere wiederholt auch hierorts ab-gehalten wurden, erschienen die Bischöfe, Grafen, Herzögeund Aebte des Reiches, so der Bischof von Köln, Rikulfus775, und der besondere Freund Karl's des Grossen, Hilde-bold, der erste Erzbischof von Köln (780819). Wahr-scheinlich ist auch der h. Bonifatius zweimal in Düren zu